Vayeshev וישב
Genesis 37:1-40:23
וַיֵּ֣שֶׁב יַעֲקֹ֔ב בְּאֶ֖רֶץ מְגוּרֵ֣י אָבִ֑יו בְּאֶ֖רֶץ כְּנָֽעַן׃
Jakob aber wohnte in dem Lande, in dem sein Vater sich aufgehalten, im Lande Kanaan.
אֵ֣לֶּה ׀ תֹּלְד֣וֹת יַעֲקֹ֗ב יוֹסֵ֞ף בֶּן־שְׁבַֽע־עֶשְׂרֵ֤ה שָׁנָה֙ הָיָ֨ה רֹעֶ֤ה אֶת־אֶחָיו֙ בַּצֹּ֔אן וְה֣וּא נַ֗עַר אֶת־בְּנֵ֥י בִלְהָ֛ה וְאֶת־בְּנֵ֥י זִלְפָּ֖ה נְשֵׁ֣י אָבִ֑יו וַיָּבֵ֥א יוֹסֵ֛ף אֶת־דִּבָּתָ֥ם רָעָ֖ה אֶל־אֲבִיהֶֽם׃
Dies ist die Geschichte der Nachkommen Jakobs: Joseph. war siebzehn Jahre alt, da hütete er mit seinen Brüdern die Schafe mit den Söhnen Bilhas und Silpas, der Frauen seines Vaters. Joseph war noch kindlich und hinterbrachte ihrem Vater ihre bösen Reden.
וְיִשְׂרָאֵ֗ל אָהַ֤ב אֶת־יוֹסֵף֙ מִכׇּל־בָּנָ֔יו כִּֽי־בֶן־זְקֻנִ֥ים ה֖וּא ל֑וֹ וְעָ֥שָׂה ל֖וֹ כְּתֹ֥נֶת פַּסִּֽים׃
Israel aber liebte Joseph mehr als alle seine Söhne, weil er ihm im hohen Alter geboren war, und er machte ihm ein buntes Gewand.
וַיִּרְא֣וּ אֶחָ֗יו כִּֽי־אֹת֞וֹ אָהַ֤ב אֲבִיהֶם֙ מִכׇּל־אֶחָ֔יו וַֽיִּשְׂנְא֖וּ אֹת֑וֹ וְלֹ֥א יָכְל֖וּ דַּבְּר֥וֹ לְשָׁלֹֽם׃
Als nun seine Brüder sahen, dass ihr Vater ihn mehr als sie alle liebte, da hassten sie ihn und konnten nicht freundlich mit ihm sprechen.
וַיַּחֲלֹ֤ם יוֹסֵף֙ חֲל֔וֹם וַיַּגֵּ֖ד לְאֶחָ֑יו וַיּוֹסִ֥פוּ ע֖וֹד שְׂנֹ֥א אֹתֽוֹ׃
Einst hatte Joseph einen Traum, und er erzählte ihn seinen Brüdern, da hassten sie ihn noch mehr.
וַיֹּ֖אמֶר אֲלֵיהֶ֑ם שִׁמְעוּ־נָ֕א הַחֲל֥וֹם הַזֶּ֖ה אֲשֶׁ֥ר חָלָֽמְתִּי׃
Er sprach zu ihnen: Hört doch nur den Traum, den ich gehabt habe!
וְ֠הִנֵּ֠ה אֲנַ֜חְנוּ מְאַלְּמִ֤ים אֲלֻמִּים֙ בְּת֣וֹךְ הַשָּׂדֶ֔ה וְהִנֵּ֛ה קָ֥מָה אֲלֻמָּתִ֖י וְגַם־נִצָּ֑בָה וְהִנֵּ֤ה תְסֻבֶּ֙ינָה֙ אֲלֻמֹּ֣תֵיכֶ֔ם וַתִּֽשְׁתַּחֲוֶ֖יןָ לַאֲלֻמָּתִֽי׃
Wir banden gerade Garben auf dem Felde, da richtete sich meine Garbe auf und blieb dann stehn, eure Garben aber stellten sich ringsum und warfen sich vor meiner Garbe nieder.
וַיֹּ֤אמְרוּ לוֹ֙ אֶחָ֔יו הֲמָלֹ֤ךְ תִּמְלֹךְ֙ עָלֵ֔ינוּ אִם־מָשׁ֥וֹל תִּמְשֹׁ֖ל בָּ֑נוּ וַיּוֹסִ֤פוּ עוֹד֙ שְׂנֹ֣א אֹת֔וֹ עַל־חֲלֹמֹתָ֖יו וְעַל־דְּבָרָֽיו׃
Da sprachen seine Brüder zu ihm: Willst du etwa König über uns werden, oder dich zum Herrn über uns aufwerfen? Und sie hassten ihn noch mehr wegen seiner Träume und wegen seiner Reden.
וַיַּחֲלֹ֥ם עוֹד֙ חֲל֣וֹם אַחֵ֔ר וַיְסַפֵּ֥ר אֹת֖וֹ לְאֶחָ֑יו וַיֹּ֗אמֶר הִנֵּ֨ה חָלַ֤מְתִּֽי חֲלוֹם֙ ע֔וֹד וְהִנֵּ֧ה הַשֶּׁ֣מֶשׁ וְהַיָּרֵ֗חַ וְאַחַ֤ד עָשָׂר֙ כּֽוֹכָבִ֔ים מִֽשְׁתַּחֲוִ֖ים לִֽי׃
Später hatte er wieder einen Traum, und er erzählte ihn seinen Brüdern; er sprach: Da habe ich wieder einen Traum gehabt! Die Sonne, der Mond und elf Sterne warfen sich vor mir nieder.
וַיְסַפֵּ֣ר אֶל־אָבִיו֮ וְאֶל־אֶחָיו֒ וַיִּגְעַר־בּ֣וֹ אָבִ֔יו וַיֹּ֣אמֶר ל֔וֹ מָ֛ה הַחֲל֥וֹם הַזֶּ֖ה אֲשֶׁ֣ר חָלָ֑מְתָּ הֲב֣וֹא נָב֗וֹא אֲנִי֙ וְאִמְּךָ֣ וְאַחֶ֔יךָ לְהִשְׁתַּחֲוֺ֥ת לְךָ֖ אָֽרְצָה׃
Und er erzählte es seinem Vater und seinen Brüdern. Da schalt ihn sein Vater und sprach zu ihm. Was ist denn das für ein Traum, den du da gehabt hast? Soll ich etwa, deine Mutter und deine Brüder zu dir kommen und wir uns vor dir zur Erde niederwerfen?
וַיְקַנְאוּ־ב֖וֹ אֶחָ֑יו וְאָבִ֖יו שָׁמַ֥ר אֶת־הַדָּבָֽר׃
Da wurden seine Brüder auf ihn eifersüchtig; sein Vater aber merkte sich die Sache.
וַיֵּלְכ֖וּ אֶחָ֑יו לִרְע֛וֹת אֶׄתׄ־צֹ֥אן אֲבִיהֶ֖ם בִּשְׁכֶֽם׃
Einst waren seine Brüder nach Sichem gegangen, um ihres Vaters Schafe zu weiden.
וַיֹּ֨אמֶר יִשְׂרָאֵ֜ל אֶל־יוֹסֵ֗ף הֲל֤וֹא אַחֶ֙יךָ֙ רֹעִ֣ים בִּשְׁכֶ֔ם לְכָ֖ה וְאֶשְׁלָחֲךָ֣ אֲלֵיהֶ֑ם וַיֹּ֥אמֶר ל֖וֹ הִנֵּֽנִי׃
Da sprach Israel zu Joseph: Weiden deine Brüder nicht in Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen schicken. Und er antwortete: Ich bin bereit.
וַיֹּ֣אמֶר ל֗וֹ לֶךְ־נָ֨א רְאֵ֜ה אֶת־שְׁל֤וֹם אַחֶ֙יךָ֙ וְאֶת־שְׁל֣וֹם הַצֹּ֔אן וַהֲשִׁבֵ֖נִי דָּבָ֑ר וַיִּשְׁלָחֵ֙הוּ֙ מֵעֵ֣מֶק חֶבְר֔וֹן וַיָּבֹ֖א שְׁכֶֽמָה׃
Und er sprach zu ihm: Geh doch hin, sieh nach dem Wohlbefinden deiner Brüder und der Herde und bringe mir Nachricht. So schickte er ihn von dem Thale bei Hebron, und er kam nach Sichem.
וַיִּמְצָאֵ֣הוּ אִ֔ישׁ וְהִנֵּ֥ה תֹעֶ֖ה בַּשָּׂדֶ֑ה וַיִּשְׁאָלֵ֧הוּ הָאִ֛ישׁ לֵאמֹ֖ר מַה־תְּבַקֵּֽשׁ׃
Da traf ihn ein Mann, wie er auf dem Felde umherirrte, und fragte ihn: Was suchst du?
וַיֹּ֕אמֶר אֶת־אַחַ֖י אָנֹכִ֣י מְבַקֵּ֑שׁ הַגִּֽידָה־נָּ֣א לִ֔י אֵיפֹ֖ה הֵ֥ם רֹעִֽים׃
Und er antwortete: Meine Brüder suche ich; sage mir doch, wo sie weiden!
וַיֹּ֤אמֶר הָאִישׁ֙ נָסְע֣וּ מִזֶּ֔ה כִּ֤י שָׁמַ֙עְתִּי֙ אֹֽמְרִ֔ים נֵלְכָ֖ה דֹּתָ֑יְנָה וַיֵּ֤לֶךְ יוֹסֵף֙ אַחַ֣ר אֶחָ֔יו וַיִּמְצָאֵ֖ם בְּדֹתָֽן׃
Und der Mann sprach: Sie sind von hier weggezogen, denn ich hörte sie sagen. Lasst uns nach Dothan gehen. Da ging Joseph seinen Brüdern nach und fand sie zu Dothan.
וַיִּרְא֥וּ אֹת֖וֹ מֵרָחֹ֑ק וּבְטֶ֙רֶם֙ יִקְרַ֣ב אֲלֵיהֶ֔ם וַיִּֽתְנַכְּל֥וּ אֹת֖וֹ לַהֲמִיתֽוֹ׃
Sie sahen ihn schon von Ferne, und bevor er zu ihnen herangekommen war, fassten sie den tückischen Anschlag, ihn zu töten.
וַיֹּאמְר֖וּ אִ֣ישׁ אֶל־אָחִ֑יו הִנֵּ֗ה בַּ֛עַל הַחֲלֹמ֥וֹת הַלָּזֶ֖ה בָּֽא׃
Und Einer sprach zum Andern: Seht, da kommt der Träumer her!
וְעַתָּ֣ה ׀ לְכ֣וּ וְנַֽהַרְגֵ֗הוּ וְנַשְׁלִכֵ֙הוּ֙ בְּאַחַ֣ד הַבֹּר֔וֹת וְאָמַ֕רְנוּ חַיָּ֥ה רָעָ֖ה אֲכָלָ֑תְהוּ וְנִרְאֶ֕ה מַה־יִּהְי֖וּ חֲלֹמֹתָֽיו׃
Jetzt kommt, wir wollen ihn erschlagen, ihn in eine der Gruben werfen und sagen, ein wildes Tier hat ihn gefressen, dann werden wir ja sehen, was aus seinen Träumen wird!
וַיִּשְׁמַ֣ע רְאוּבֵ֔ן וַיַּצִּלֵ֖הוּ מִיָּדָ֑ם וַיֹּ֕אמֶר לֹ֥א נַכֶּ֖נּוּ נָֽפֶשׁ׃
Als Ruben das hörte, wollte er ihn aus ihrer Hand erretten und sprach: Wir wollen ihn nicht ums Leben bringen.
וַיֹּ֨אמֶר אֲלֵהֶ֣ם ׀ רְאוּבֵן֮ אַל־תִּשְׁפְּכוּ־דָם֒ הַשְׁלִ֣יכוּ אֹת֗וֹ אֶל־הַבּ֤וֹר הַזֶּה֙ אֲשֶׁ֣ר בַּמִּדְבָּ֔ר וְיָ֖ד אַל־תִּשְׁלְחוּ־ב֑וֹ לְמַ֗עַן הַצִּ֤יל אֹתוֹ֙ מִיָּדָ֔ם לַהֲשִׁיב֖וֹ אֶל־אָבִֽיו׃
Und Ruben sprach zu ihnen: Vergießet kein Blut; werft ihn in diese Grube hier in der Steppe, aber legt nicht Hand an ihn! — Er wollte ihn aus ihrer Hand erretten, um ihn zu seinem Vater zurückzubringen.
וַיְהִ֕י כַּֽאֲשֶׁר־בָּ֥א יוֹסֵ֖ף אֶל־אֶחָ֑יו וַיַּפְשִׁ֤יטוּ אֶת־יוֹסֵף֙ אֶת־כֻּתׇּנְתּ֔וֹ אֶת־כְּתֹ֥נֶת הַפַּסִּ֖ים אֲשֶׁ֥ר עָלָֽיו׃
Als nun Joseph zu seinen Brüdern herangekommen war, zogen sie ihm seinen Rock aus, den bunten Rock, den er anhatte.
וַיִּ֨קָּחֻ֔הוּ וַיַּשְׁלִ֥כוּ אֹת֖וֹ הַבֹּ֑רָה וְהַבּ֣וֹר רֵ֔ק אֵ֥ין בּ֖וֹ מָֽיִם׃
Und sie nahmen ihn und warfen ihn in die Grube; die Grube aber war leer, es war kein Wasser darin.
וַיֵּשְׁבוּ֮ לֶֽאֱכׇל־לֶ֒חֶם֒ וַיִּשְׂא֤וּ עֵֽינֵיהֶם֙ וַיִּרְא֔וּ וְהִנֵּה֙ אֹרְחַ֣ת יִשְׁמְעֵאלִ֔ים בָּאָ֖ה מִגִּלְעָ֑ד וּגְמַלֵּיהֶ֣ם נֹֽשְׂאִ֗ים נְכֹאת֙ וּצְרִ֣י וָלֹ֔ט הוֹלְכִ֖ים לְהוֹרִ֥יד מִצְרָֽיְמָה׃
Und sie setzten sich zum Essen nieder; und sie erhoben ihre Augen und erblickten eine Karawane von Ismaeliten, die von Gilead kam; und ihre Kamele trugen Gewürze, Balsam und Lotos. Sie zogen damit nach Ägypten hinab.
וַיֹּ֥אמֶר יְהוּדָ֖ה אֶל־אֶחָ֑יו מַה־בֶּ֗צַע כִּ֤י נַהֲרֹג֙ אֶת־אָחִ֔ינוּ וְכִסִּ֖ינוּ אֶת־דָּמֽוֹ׃
Da sprach Juda zu seinen Brüdern: Welchen Gewinn haben wir, wenn wir unsern Bruder umbringen und seinen Tod verheimlichen?
לְכ֞וּ וְנִמְכְּרֶ֣נּוּ לַיִּשְׁמְעֵאלִ֗ים וְיָדֵ֙נוּ֙ אַל־תְּהִי־ב֔וֹ כִּֽי־אָחִ֥ינוּ בְשָׂרֵ֖נוּ ה֑וּא וַֽיִּשְׁמְע֖וּ אֶחָֽיו׃
Kommt, wir wollen ihn an die Ismaeliten verkaufen, selbst aber nicht Hand an ihn legen; denn er ist unser Bruder, unser eigen Fleisch. Und die Brüder gehorchten.
וַיַּֽעַבְרוּ֩ אֲנָשִׁ֨ים מִדְיָנִ֜ים סֹֽחֲרִ֗ים וַֽיִּמְשְׁכוּ֙ וַיַּֽעֲל֤וּ אֶת־יוֹסֵף֙ מִן־הַבּ֔וֹר וַיִּמְכְּר֧וּ אֶת־יוֹסֵ֛ף לַיִּשְׁמְעֵאלִ֖ים בְּעֶשְׂרִ֣ים כָּ֑סֶף וַיָּבִ֥יאוּ אֶת־יוֹסֵ֖ף מִצְרָֽיְמָה׃
Als die Männer, Kaufleute aus Midian, vorüberkamen, zogen sie Joseph herauf, brachten ihn aus der Grube und verkauften Joseph an die Ismaeliten um zwanzig Silberstücke. Und diese brachten Joseph nach Ägypten.
וַיָּ֤שׇׁב רְאוּבֵן֙ אֶל־הַבּ֔וֹר וְהִנֵּ֥ה אֵין־יוֹסֵ֖ף בַּבּ֑וֹר וַיִּקְרַ֖ע אֶת־בְּגָדָֽיו׃
Da kam Ruben zur Grube zurück, und siehe da, Joseph war nicht mehr in der Grube. Da zerriss er seine Kleider.
וַיָּ֥שׇׁב אֶל־אֶחָ֖יו וַיֹּאמַ֑ר הַיֶּ֣לֶד אֵינֶ֔נּוּ וַאֲנִ֖י אָ֥נָה אֲנִי־בָֽא׃
Und er kehrte zu seinen Brüdern zurück und sprach: Das Kind ist nicht da! wo soll ich hin?!
וַיִּקְח֖וּ אֶת־כְּתֹ֣נֶת יוֹסֵ֑ף וַֽיִּשְׁחֲטוּ֙ שְׂעִ֣יר עִזִּ֔ים וַיִּטְבְּל֥וּ אֶת־הַכֻּתֹּ֖נֶת בַּדָּֽם׃
Sie nahmen Josephs Rock, schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock in das Blut.
וַֽיְשַׁלְּח֞וּ אֶת־כְּתֹ֣נֶת הַפַּסִּ֗ים וַיָּבִ֙יאוּ֙ אֶל־אֲבִיהֶ֔ם וַיֹּאמְר֖וּ זֹ֣את מָצָ֑אנוּ הַכֶּר־נָ֗א הַכְּתֹ֧נֶת בִּנְךָ֛ הִ֖וא אִם־לֹֽא׃
Dann schickten sie den bunten Rock, brachten ihn ihrem Vater und sprachen: Dies haben wir gefunden; sieh doch zu, ob es der Rock deines Sohnes ist oder nicht.
וַיַּכִּירָ֤הּ וַיֹּ֙אמֶר֙ כְּתֹ֣נֶת בְּנִ֔י חַיָּ֥ה רָעָ֖ה אֲכָלָ֑תְהוּ טָרֹ֥ף טֹרַ֖ף יוֹסֵֽף׃
Er erkannte ihn und schrie auf: Der Rock meines Sohnes! Ein wildes Tier hat ihn gefressen! Zerrissen ist Joseph! Zerrissen!
וַיִּקְרַ֤ע יַעֲקֹב֙ שִׂמְלֹתָ֔יו וַיָּ֥שֶׂם שַׂ֖ק בְּמׇתְנָ֑יו וַיִּתְאַבֵּ֥ל עַל־בְּנ֖וֹ יָמִ֥ים רַבִּֽים׃
Da zerriss Jakob seine Kleider, legte ein härenes Gewand um seine Lenden und trauerte um seinen Sohn lange Zeit.
וַיָּקֻ֩מוּ֩ כׇל־בָּנָ֨יו וְכׇל־בְּנֹתָ֜יו לְנַחֲמ֗וֹ וַיְמָאֵן֙ לְהִתְנַחֵ֔ם וַיֹּ֕אמֶר כִּֽי־אֵרֵ֧ד אֶל־בְּנִ֛י אָבֵ֖ל שְׁאֹ֑לָה וַיֵּ֥בְךְּ אֹת֖וֹ אָבִֽיו׃
Alle seine Söhne und Töchter kamen, um ihn zu trösten, er aber weigerte sich, Trost anzunehmen, und sprach: Nein! Ich werde zu meinem Sohne trauernd in die Gruft fahren! So beweinte ihn sein Vater.
וְהַ֨מְּדָנִ֔ים מָכְר֥וּ אֹת֖וֹ אֶל־מִצְרָ֑יִם לְפֽוֹטִיפַר֙ סְרִ֣יס פַּרְעֹ֔ה שַׂ֖ר הַטַּבָּחִֽים׃ {פ}
Die Midianiter aber verkauften ihn nach Ägypten an Potiphar, einen Hofbedienten des Pharao, den Obersten der Leibwache.
וַֽיְהִי֙ בָּעֵ֣ת הַהִ֔וא וַיֵּ֥רֶד יְהוּדָ֖ה מֵאֵ֣ת אֶחָ֑יו וַיֵּ֛ט עַד־אִ֥ישׁ עֲדֻלָּמִ֖י וּשְׁמ֥וֹ חִירָֽה׃
Um dieselbe Zeit trennte sich Juda von seinen Brüdern und zog zu einem Manne aus Adullam, namens Chirah.
וַיַּרְא־שָׁ֧ם יְהוּדָ֛ה בַּת־אִ֥ישׁ כְּנַעֲנִ֖י וּשְׁמ֣וֹ שׁ֑וּעַ וַיִּקָּחֶ֖הָ וַיָּבֹ֥א אֵלֶֽיהָ׃
Dort sah Juda die Tochter eines Kaufmannes, namens Schua; er heiratete sie und wohnte ihr bei.
וַתַּ֖הַר וַתֵּ֣לֶד בֵּ֑ן וַיִּקְרָ֥א אֶת־שְׁמ֖וֹ עֵֽר׃
Sie fühlte sich Mutter und gebar einen Sohn; und er nannte ihn Er.
וַתַּ֥הַר ע֖וֹד וַתֵּ֣לֶד בֵּ֑ן וַתִּקְרָ֥א אֶת־שְׁמ֖וֹ אוֹנָֽן׃
Und sie fühlte sich wiederum Mutter und gebar einen Sohn; und sie nannte ihn Onan.
וַתֹּ֤סֶף עוֹד֙ וַתֵּ֣לֶד בֵּ֔ן וַתִּקְרָ֥א אֶת־שְׁמ֖וֹ שֵׁלָ֑ה וְהָיָ֥ה בִכְזִ֖יב בְּלִדְתָּ֥הּ אֹתֽוֹ׃
Später gebar sie noch einen Sohn und nannte ihn Schelah. Und es war in Kesib, als sie ihn gebar.
וַיִּקַּ֧ח יְהוּדָ֛ה אִשָּׁ֖ה לְעֵ֣ר בְּכוֹר֑וֹ וּשְׁמָ֖הּ תָּמָֽר׃
Und Juda nahm für Er, seinen Erstgeborenen, eine Frau, namens Tamar.
וַיְהִ֗י עֵ֚ר בְּכ֣וֹר יְהוּדָ֔ה רַ֖ע בְּעֵינֵ֣י יְהֹוָ֑ה וַיְמִתֵ֖הוּ יְהֹוָֽה׃
Aber Er, der Erstgeborene Judas, war in den Augen des Ewigen schlecht, und der Ewige ließ ihn sterben.
וַיֹּ֤אמֶר יְהוּדָה֙ לְאוֹנָ֔ן בֹּ֛א אֶל־אֵ֥שֶׁת אָחִ֖יךָ וְיַבֵּ֣ם אֹתָ֑הּ וְהָקֵ֥ם זֶ֖רַע לְאָחִֽיךָ׃
Da sprach Juda zu Onan: Geh zur Frau deines Bruders und übe die Schwagerpflicht an ihr, damit du deinem Bruder Nachkommen verschaffest.
וַיֵּ֣דַע אוֹנָ֔ן כִּ֛י לֹּ֥א ל֖וֹ יִהְיֶ֣ה הַזָּ֑רַע וְהָיָ֞ה אִם־בָּ֨א אֶל־אֵ֤שֶׁת אָחִיו֙ וְשִׁחֵ֣ת אַ֔רְצָה לְבִלְתִּ֥י נְתׇן־זֶ֖רַע לְאָחִֽיו׃
Onan aber wusste, dass die Nachkommen nicht ihm gehören würden, so oft er daher seines Bruders Frau beiwohnte, verschüttete er es zur Erde, um seinem Bruder keine Nachkommen zu verschaffen.
וַיֵּ֛רַע בְּעֵינֵ֥י יְהֹוָ֖ה אֲשֶׁ֣ר עָשָׂ֑ה וַיָּ֖מֶת גַּם־אֹתֽוֹ׃
Und es missfiel dem Ewigen, was er that; darum ließ er auch ihn sterben.
וַיֹּ֣אמֶר יְהוּדָה֩ לְתָמָ֨ר כַּלָּת֜וֹ שְׁבִ֧י אַלְמָנָ֣ה בֵית־אָבִ֗יךְ עַד־יִגְדַּל֙ שֵׁלָ֣ה בְנִ֔י כִּ֣י אָמַ֔ר פֶּן־יָמ֥וּת גַּם־ה֖וּא כְּאֶחָ֑יו וַתֵּ֣לֶךְ תָּמָ֔ר וַתֵּ֖שֶׁב בֵּ֥ית אָבִֽיהָ׃
Da sprach Juda zu seiner Schwiegertochter Tamar: Bleibe als Witwe im Hause deines Vaters, bis mein Sohn Schelah herangewachsen ist; — denn er dachte, dieser möchte auch sterben, gleich seinen Brüdern. Und Tamar ging hin und blieb in ihres Vaters Haus.
וַיִּרְבּוּ֙ הַיָּמִ֔ים וַתָּ֖מׇת בַּת־שׁ֣וּעַ אֵֽשֶׁת־יְהוּדָ֑ה וַיִּנָּ֣חֶם יְהוּדָ֗ה וַיַּ֜עַל עַל־גֹּֽזְזֵ֤י צֹאנוֹ֙ ה֗וּא וְחִירָ֛ה רֵעֵ֥הוּ הָעֲדֻלָּמִ֖י תִּמְנָֽתָה׃
Nach langer Zeit starb die Tochter Schuas, Judas Frau. Nachdem Juda sich getröstet hatte, ging er zu seinen Schafscherern hinauf, er und sein Freund Chirah aus Adullam, nach Timnah.
וַיֻּגַּ֥ד לְתָמָ֖ר לֵאמֹ֑ר הִנֵּ֥ה חָמִ֛יךְ עֹלֶ֥ה תִמְנָ֖תָה לָגֹ֥ז צֹאנֽוֹ׃
Es wurde aber der Tamar erzählt: Siehe, dein Schwiegervater geht nach Timnah hinauf, um seine Schafe zu scheren.
וַתָּ֩סַר֩ בִּגְדֵ֨י אַלְמְנוּתָ֜הּ מֵֽעָלֶ֗יהָ וַתְּכַ֤ס בַּצָּעִיף֙ וַתִּתְעַלָּ֔ף וַתֵּ֙שֶׁב֙ בְּפֶ֣תַח עֵינַ֔יִם אֲשֶׁ֖ר עַל־דֶּ֣רֶךְ תִּמְנָ֑תָה כִּ֤י רָאֲתָה֙ כִּֽי־גָדַ֣ל שֵׁלָ֔ה וְהִ֕וא לֹֽא־נִתְּנָ֥ה ל֖וֹ לְאִשָּֽׁה׃
Da legte sie ihre Witwenkleider ab, bedeckte sich mit einem Schleier, verhüllte sich und setzte sich an den Eingang von Enajim, auf der Straße nach Timnah. Denn sie hatte gesehen, dass Schelah herangewachsen war, und sie ihm nicht zur Frau gegeben wurde.
וַיִּרְאֶ֣הָ יְהוּדָ֔ה וַֽיַּחְשְׁבֶ֖הָ לְזוֹנָ֑ה כִּ֥י כִסְּתָ֖ה פָּנֶֽיהָ׃
Juda erblickte sie und hielt sie für eine Buhlerin, denn sie hatte ihr Gesicht bedeckt.
וַיֵּ֨ט אֵלֶ֜יהָ אֶל־הַדֶּ֗רֶךְ וַיֹּ֙אמֶר֙ הָֽבָה־נָּא֙ אָב֣וֹא אֵלַ֔יִךְ כִּ֚י לֹ֣א יָדַ֔ע כִּ֥י כַלָּת֖וֹ הִ֑וא וַתֹּ֙אמֶר֙ מַה־תִּתֶּן־לִ֔י כִּ֥י תָב֖וֹא אֵלָֽי׃
Und er bog zu ihr auf die Straße ab und sprach: Lass mich doch dir beiwohnen! Denn er wusste nicht, dass es seine Schwiegertochter war. Sie sprach: Was gibst du mir dafür, dass du mir beiwohnst?
וַיֹּ֕אמֶר אָנֹכִ֛י אֲשַׁלַּ֥ח גְּדִֽי־עִזִּ֖ים מִן־הַצֹּ֑אן וַתֹּ֕אמֶר אִם־תִּתֵּ֥ן עֵרָב֖וֹן עַ֥ד שׇׁלְחֶֽךָ׃
Er antwortete: Ich will dir einen Ziegenbock von der Herde senden. Und sie sprach: Wenn du ein Pfand gibst, bis du ihn sendest.
וַיֹּ֗אמֶר מָ֣ה הָעֵֽרָבוֹן֮ אֲשֶׁ֣ר אֶתֶּן־לָךְ֒ וַתֹּ֗אמֶר חֹתָֽמְךָ֙ וּפְתִילֶ֔ךָ וּמַטְּךָ֖ אֲשֶׁ֣ר בְּיָדֶ֑ךָ וַיִּתֶּן־לָ֛הּ וַיָּבֹ֥א אֵלֶ֖יהָ וַתַּ֥הַר לֽוֹ׃
Da fragte er: Was soll ich dir als Pfand geben? Und sie antwortete: Deinen Siegelring, deine Schnur und den Stab, den du in der Hand hast. Er gab es ihr, wohnte ihr bei, und sie wurde durch ihn Mutter.
וַתָּ֣קׇם וַתֵּ֔לֶךְ וַתָּ֥סַר צְעִיפָ֖הּ מֵעָלֶ֑יהָ וַתִּלְבַּ֖שׁ בִּגְדֵ֥י אַלְמְנוּתָֽהּ׃
Und sie machte sich auf und ging weg, legte ihren Schleier ab und zog wieder ihre Witwenkleider an.
וַיִּשְׁלַ֨ח יְהוּדָ֜ה אֶת־גְּדִ֣י הָֽעִזִּ֗ים בְּיַד֙ רֵעֵ֣הוּ הָֽעֲדֻלָּמִ֔י לָקַ֥חַת הָעֵרָב֖וֹן מִיַּ֣ד הָאִשָּׁ֑ה וְלֹ֖א מְצָאָֽהּ׃
Und Juda schickte den Ziegenbock durch seinen Freund aus Adullam, um das Pfand von der Frau zu holen. Der aber fand sie nicht.
וַיִּשְׁאַ֞ל אֶת־אַנְשֵׁ֤י מְקֹמָהּ֙ לֵאמֹ֔ר אַיֵּ֧ה הַקְּדֵשָׁ֛ה הִ֥וא בָעֵינַ֖יִם עַל־הַדָּ֑רֶךְ וַיֹּ֣אמְר֔וּ לֹא־הָיְתָ֥ה בָזֶ֖ה קְדֵשָֽׁה׃
Und er fragte die Leute ihres Wohnortes: Wo ist die Buhldirne? Sie saß hier bei Enajim an der Straße. Und sie antworteten: Hier war keine Buhldirne.
וַיָּ֙שׇׁב֙ אֶל־יְהוּדָ֔ה וַיֹּ֖אמֶר לֹ֣א מְצָאתִ֑יהָ וְגַ֨ם אַנְשֵׁ֤י הַמָּקוֹם֙ אָֽמְר֔וּ לֹא־הָיְתָ֥ה בָזֶ֖ה קְדֵשָֽׁה׃
Da kehrte er zu Juda zurück und sprach: Ich habe sie nicht gefunden, auch sagten die Leute des Ortes: Hier war keine Buhldirne.
וַיֹּ֤אמֶר יְהוּדָה֙ תִּֽקַּֽח־לָ֔הּ פֶּ֖ן נִהְיֶ֣ה לָב֑וּז הִנֵּ֤ה שָׁלַ֙חְתִּי֙ הַגְּדִ֣י הַזֶּ֔ה וְאַתָּ֖ה לֹ֥א מְצָאתָֽהּ׃
Da sprach Juda: Mag sie es behalten, sonst werden wir noch zum Gespött. Ich habe ja den Ziegenbock geschickt, du aber hast sie nicht gefunden.
וַיְהִ֣י ׀ כְּמִשְׁלֹ֣שׁ חֳדָשִׁ֗ים וַיֻּגַּ֨ד לִֽיהוּדָ֤ה לֵאמֹר֙ זָֽנְתָה֙ תָּמָ֣ר כַּלָּתֶ֔ךָ וְגַ֛ם הִנֵּ֥ה הָרָ֖ה לִזְנוּנִ֑ים וַיֹּ֣אמֶר יְהוּדָ֔ה הוֹצִיא֖וּהָ וְתִשָּׂרֵֽף׃
Ungefähr drei Monate später wurde Juda berichtet: Deine Schwiegertochter Tamar hat Unzucht getrieben, und sie fühlt sich auch infolge dessen Mutter. Da sprach Juda: Führt sie hinaus, sie soll verbrannt werden!
הִ֣וא מוּצֵ֗את וְהִ֨יא שָׁלְחָ֤ה אֶל־חָמִ֙יהָ֙ לֵאמֹ֔ר לְאִישׁ֙ אֲשֶׁר־אֵ֣לֶּה לּ֔וֹ אָנֹכִ֖י הָרָ֑ה וַתֹּ֙אמֶר֙ הַכֶּר־נָ֔א לְמִ֞י הַחֹתֶ֧מֶת וְהַפְּתִילִ֛ים וְהַמַּטֶּ֖ה הָאֵֽלֶּה׃
Als sie aber hinausgeführt wurde, schickte sie zu ihrem Schwiegervater und ließ ihm sagen: Von dem Manne werde ich Mutter, dem dies gehört. Und sie sprach: Sieh doch zu, wem dieser Siegelring, diese Schnur und dieser Stab gehören!
וַיַּכֵּ֣ר יְהוּדָ֗ה וַיֹּ֙אמֶר֙ צָֽדְקָ֣ה מִמֶּ֔נִּי כִּֽי־עַל־כֵּ֥ן לֹא־נְתַתִּ֖יהָ לְשֵׁלָ֣ה בְנִ֑י וְלֹֽא־יָסַ֥ף ע֖וֹד לְדַעְתָּֽהּ׃
Und Juda erkannte sie wieder und sprach: Sie ist gerechter als ich; ich habe sie ja nicht meinem Sohne Schelah gegeben. Und er wohnte ihr ferner nicht bei.
וַיְהִ֖י בְּעֵ֣ת לִדְתָּ֑הּ וְהִנֵּ֥ה תְאוֹמִ֖ים בְּבִטְנָֽהּ׃
Zur Zeit ihrer Entbindung zeigte es sich, dass Zwillinge in ihrem Schoße waren.
וַיְהִ֥י בְלִדְתָּ֖הּ וַיִּתֶּן־יָ֑ד וַתִּקַּ֣ח הַמְיַלֶּ֗דֶת וַתִּקְשֹׁ֨ר עַל־יָד֤וֹ שָׁנִי֙ לֵאמֹ֔ר זֶ֖ה יָצָ֥א רִאשֹׁנָֽה׃
Während ihrer Entbindung aber streckte einer die Hand vor; da nahm die Hebamme einen roten Faden, band ihn um die Hand und sagte: der ist zuerst herausgekommen.
וַיְהִ֣י ׀ כְּמֵשִׁ֣יב יָד֗וֹ וְהִנֵּה֙ יָצָ֣א אָחִ֔יו וַתֹּ֕אמֶר מַה־פָּרַ֖צְתָּ עָלֶ֣יךָ פָּ֑רֶץ וַיִּקְרָ֥א שְׁמ֖וֹ פָּֽרֶץ׃
Als er aber seine Hand zurückzog, siehe, da kam sein Bruder hervor. Und sie sprach: Was für einen Riss hast du für dich gemacht! Da nannte man ihn Perez.
וְאַחַר֙ יָצָ֣א אָחִ֔יו אֲשֶׁ֥ר עַל־יָד֖וֹ הַשָּׁנִ֑י וַיִּקְרָ֥א שְׁמ֖וֹ זָֽרַח׃ {ס}
Danach kam sein Bruder, der mit dem roten Faden an der Hand; und man nannte ihn Serach.
וְיוֹסֵ֖ף הוּרַ֣ד מִצְרָ֑יְמָה וַיִּקְנֵ֡הוּ פּוֹטִיפַר֩ סְרִ֨יס פַּרְעֹ֜ה שַׂ֤ר הַטַּבָּחִים֙ אִ֣ישׁ מִצְרִ֔י מִיַּד֙ הַיִּשְׁמְעֵאלִ֔ים אֲשֶׁ֥ר הוֹרִדֻ֖הוּ שָֽׁמָּה׃
Joseph aber war nach Ägypten hinabgeführt worden, und Potiphar, ein Hofbedienter des Pharao, der Oberste der Leibwache, ein Ägypter, kaufte ihn von den Ismaeliten, die ihn dorthin gebracht hatten.
וַיְהִ֤י יְהֹוָה֙ אֶת־יוֹסֵ֔ף וַיְהִ֖י אִ֣ישׁ מַצְלִ֑יחַ וַיְהִ֕י בְּבֵ֖ית אֲדֹנָ֥יו הַמִּצְרִֽי׃
Und der Ewige war mit Joseph, und es gelang ihm alles, und er blieb im Hause seines Herrn, des Ägypters.
וַיַּ֣רְא אֲדֹנָ֔יו כִּ֥י יְהֹוָ֖ה אִתּ֑וֹ וְכֹל֙ אֲשֶׁר־ה֣וּא עֹשֶׂ֔ה יְהֹוָ֖ה מַצְלִ֥יחַ בְּיָדֽוֹ׃
Als nun sein Herr sah, dass der Ewige mit ihm war, und alles, was er that, in seiner Hand gelingen ließ,
וַיִּמְצָ֨א יוֹסֵ֥ף חֵ֛ן בְּעֵינָ֖יו וַיְשָׁ֣רֶת אֹת֑וֹ וַיַּפְקִדֵ֙הוּ֙ עַל־בֵּית֔וֹ וְכׇל־יֶשׁ־ל֖וֹ נָתַ֥ן בְּיָדֽוֹ׃
Da fand Joseph Gnade in seinen Augen, so dass er ihn selbst bedienen musste; und er machte ihn zum Verwalter über sein Haus, und alles, was ihm gehörte, gab er in seine Gewalt.
וַיְהִ֡י מֵאָז֩ הִפְקִ֨יד אֹת֜וֹ בְּבֵית֗וֹ וְעַל֙ כׇּל־אֲשֶׁ֣ר יֶשׁ־ל֔וֹ וַיְבָ֧רֶךְ יְהֹוָ֛ה אֶת־בֵּ֥ית הַמִּצְרִ֖י בִּגְלַ֣ל יוֹסֵ֑ף וַיְהִ֞י בִּרְכַּ֤ת יְהֹוָה֙ בְּכׇל־אֲשֶׁ֣ר יֶשׁ־ל֔וֹ בַּבַּ֖יִת וּבַשָּׂדֶֽה׃
Und seitdem er ihn zum Verwalter über sein Haus und über alles, was ihm gehörte, gemacht hatte, segnete der Ewige das Haus des Ägypters um Josephs willen. Und der Segen des Ewigen ruhte auf allem, was ihm gehörte, im Hause und auf dem Felde.
וַיַּעֲזֹ֣ב כׇּל־אֲשֶׁר־לוֹ֮ בְּיַד־יוֹסֵף֒ וְלֹא־יָדַ֤ע אִתּוֹ֙ מְא֔וּמָה כִּ֥י אִם־הַלֶּ֖חֶם אֲשֶׁר־ה֣וּא אוֹכֵ֑ל וַיְהִ֣י יוֹסֵ֔ף יְפֵה־תֹ֖אַר וִיפֵ֥ה מַרְאֶֽה׃
So überließ er alles, was ihm gehörte, dem Joseph und kümmerte sich, da er ihn hatte, um weiter nichts, als um das Brot, das er selber aß. Und Joseph war von schöner Gestalt und von schönem Antlitz.
וַיְהִ֗י אַחַר֙ הַדְּבָרִ֣ים הָאֵ֔לֶּה וַתִּשָּׂ֧א אֵֽשֶׁת־אֲדֹנָ֛יו אֶת־עֵינֶ֖יהָ אֶל־יוֹסֵ֑ף וַתֹּ֖אמֶר שִׁכְבָ֥ה עִמִּֽי׃
Nach diesen Begebenheiten warf die Frau seines Herrn ihre Augen auf Joseph, und sie sprach: Lege dich zu mir!
וַיְמָאֵ֓ן ׀ וַיֹּ֙אמֶר֙ אֶל־אֵ֣שֶׁת אֲדֹנָ֔יו הֵ֣ן אֲדֹנִ֔י לֹא־יָדַ֥ע אִתִּ֖י מַה־בַּבָּ֑יִת וְכֹ֥ל אֲשֶׁר־יֶשׁ־ל֖וֹ נָתַ֥ן בְּיָדִֽי׃
Er aber weigerte sich und sprach zur Frau seines Herrn: Siehe, mein Herr kümmert sich, da er mich hat, um nichts, was im Hause vorgeht, und alles, was ihm gehört, gab er in meine Gewalt.
אֵינֶ֨נּוּ גָד֜וֹל בַּבַּ֣יִת הַזֶּה֮ מִמֶּ֒נִּי֒ וְלֹֽא־חָשַׂ֤ךְ מִמֶּ֙נִּי֙ מְא֔וּמָה כִּ֥י אִם־אוֹתָ֖ךְ בַּאֲשֶׁ֣ר אַתְּ־אִשְׁתּ֑וֹ וְאֵ֨יךְ אֶֽעֱשֶׂ֜ה הָרָעָ֤ה הַגְּדֹלָה֙ הַזֹּ֔את וְחָטָ֖אתִי לֵֽאלֹהִֽים׃
Er selbst ist in diesem Hause nicht angesehener als ich, und er hat mir nicht das Geringste vorenthalten außer dir, da du seine Frau bist; wie sollte ich nun eine so große Schlechtigkeit begehen und gegen Gott sündigen?
וַיְהִ֕י כְּדַבְּרָ֥הּ אֶל־יוֹסֵ֖ף י֣וֹם ׀ י֑וֹם וְלֹא־שָׁמַ֥ע אֵלֶ֛יהָ לִשְׁכַּ֥ב אֶצְלָ֖הּ לִהְי֥וֹת עִמָּֽהּ׃
Und ob sie auch Tag für Tag auf Joseph einredete, willigte er doch nicht darein, bei ihr zu liegen, um sie zu sein.
וַֽיְהִי֙ כְּהַיּ֣וֹם הַזֶּ֔ה וַיָּבֹ֥א הַבַּ֖יְתָה לַעֲשׂ֣וֹת מְלַאכְתּ֑וֹ וְאֵ֨ין אִ֜ישׁ מֵאַנְשֵׁ֥י הַבַּ֛יִת שָׁ֖ם בַּבָּֽיִת׃
Eines Tages aber kam er ins Haus, um seine Arbeit zu verrichten, als von den Hausleuten niemand drinnen im Hause war.
וַתִּתְפְּשֵׂ֧הוּ בְּבִגְד֛וֹ לֵאמֹ֖ר שִׁכְבָ֣ה עִמִּ֑י וַיַּעֲזֹ֤ב בִּגְדוֹ֙ בְּיָדָ֔הּ וַיָּ֖נׇס וַיֵּצֵ֥א הַחֽוּצָה׃
Da fasste sie ihn beim Gewande und sprach: Lege dich zu mir! Er aber ließ sein Gewand in ihrer Hand, entfloh und lief auf die Straße.
וַֽיְהִי֙ כִּרְאוֹתָ֔הּ כִּֽי־עָזַ֥ב בִּגְד֖וֹ בְּיָדָ֑הּ וַיָּ֖נׇס הַחֽוּצָה׃
Als sie nun sah, dass er sein Gewand in ihrer Hand gelassen und auf die Straße geflohen war,
וַתִּקְרָ֞א לְאַנְשֵׁ֣י בֵיתָ֗הּ וַתֹּ֤אמֶר לָהֶם֙ לֵאמֹ֔ר רְא֗וּ הֵ֥בִיא לָ֛נוּ אִ֥ישׁ עִבְרִ֖י לְצַ֣חֶק בָּ֑נוּ בָּ֤א אֵלַי֙ לִשְׁכַּ֣ב עִמִּ֔י וָאֶקְרָ֖א בְּק֥וֹל גָּדֽוֹל׃
Da rief sie ihre Hausleute und sprach zu ihnen: Seht, man hat uns einen hebräischen Mann gebracht, um mit uns Mutwillen zu treiben! Er kam zu mir, um sich zu mir zu legen; da schrie ich mit lauter Stimme.
וַיְהִ֣י כְשׇׁמְע֔וֹ כִּֽי־הֲרִימֹ֥תִי קוֹלִ֖י וָאֶקְרָ֑א וַיַּעֲזֹ֤ב בִּגְדוֹ֙ אֶצְלִ֔י וַיָּ֖נׇס וַיֵּצֵ֥א הַחֽוּצָה׃
Als er nun hörte, dass ich meine Stimme erhob und schrie, da ließ er sein Gewand bei mir zurück und floh und lief auf die Straße.
וַתַּנַּ֥ח בִּגְד֖וֹ אֶצְלָ֑הּ עַד־בּ֥וֹא אֲדֹנָ֖יו אֶל־בֵּיתֽוֹ׃
Und sie legte sein Gewand neben sich hin, bis sein Herr nach Hause kam.
וַתְּדַבֵּ֣ר אֵלָ֔יו כַּדְּבָרִ֥ים הָאֵ֖לֶּה לֵאמֹ֑ר בָּֽא־אֵלַ֞י הָעֶ֧בֶד הָֽעִבְרִ֛י אֲשֶׁר־הֵבֵ֥אתָ לָּ֖נוּ לְצַ֥חֶק בִּֽי׃
Da sprach sie zu ihm ebenso: Es kam zu mir der hebräische Sklave, den du uns gebracht, Mutwillen mit mir zu treiben.
וַיְהִ֕י כַּהֲרִימִ֥י קוֹלִ֖י וָאֶקְרָ֑א וַיַּעֲזֹ֥ב בִּגְד֛וֹ אֶצְלִ֖י וַיָּ֥נׇס הַחֽוּצָה׃
Als ich aber meine Stimme erhob und schrie, ließ er sein Gewand bei mir zurück und floh auf die Straße.
וַיְהִי֩ כִשְׁמֹ֨עַ אֲדֹנָ֜יו אֶת־דִּבְרֵ֣י אִשְׁתּ֗וֹ אֲשֶׁ֨ר דִּבְּרָ֤ה אֵלָיו֙ לֵאמֹ֔ר כַּדְּבָרִ֣ים הָאֵ֔לֶּה עָ֥שָׂה לִ֖י עַבְדֶּ֑ךָ וַיִּ֖חַר אַפּֽוֹ׃
Als nun sein Herr die Worte seiner Frau hörte, die erzählte: Solches hat dein Knecht mir angetan, da entbrannte sein Zorn.
וַיִּקַּח֩ אֲדֹנֵ֨י יוֹסֵ֜ף אֹת֗וֹ וַֽיִּתְּנֵ֙הוּ֙ אֶל־בֵּ֣ית הַסֹּ֔הַר מְק֕וֹם אֲשֶׁר־[אֲסִירֵ֥י] (אסורי) הַמֶּ֖לֶךְ אֲסוּרִ֑ים וַֽיְהִי־שָׁ֖ם בְּבֵ֥ית הַסֹּֽהַר׃
Und Josephs Herr nahm ihn und warf ihn ins Gefängnis, an den Ort, wo die Gefangenen des Königs eingesperrt waren; und er blieb dort im Gefängnis.
וַיְהִ֤י יְהֹוָה֙ אֶת־יוֹסֵ֔ף וַיֵּ֥ט אֵלָ֖יו חָ֑סֶד וַיִּתֵּ֣ן חִנּ֔וֹ בְּעֵינֵ֖י שַׂ֥ר בֵּית־הַסֹּֽהַר׃
Der Ewige aber war mit Joseph, ließ ihn Liebe finden und verlieh ihm Gunst in den Augen des Aufsehers des Gefängnisses.
וַיִּתֵּ֞ן שַׂ֤ר בֵּית־הַסֹּ֙הַר֙ בְּיַד־יוֹסֵ֔ף אֵ֚ת כׇּל־הָ֣אֲסִירִ֔ם אֲשֶׁ֖ר בְּבֵ֣ית הַסֹּ֑הַר וְאֵ֨ת כׇּל־אֲשֶׁ֤ר עֹשִׂים֙ שָׁ֔ם ה֖וּא הָיָ֥ה עֹשֶֽׂה׃
Und der Aufseher des Gefängnisses gab in Josephs Gewalt alle Gefangenen, die im Gefängnis waren, und alles, was man dort that, hatte er anzuordnen.
אֵ֣ין ׀ שַׂ֣ר בֵּית־הַסֹּ֗הַר רֹאֶ֤ה אֶֽת־כׇּל־מְא֙וּמָה֙ בְּיָד֔וֹ בַּאֲשֶׁ֥ר יְהֹוָ֖ה אִתּ֑וֹ וַֽאֲשֶׁר־ה֥וּא עֹשֶׂ֖ה יְהֹוָ֥ה מַצְלִֽיחַ׃ {פ}
Der Aufseher des Gefängnisses kümmerte sich nicht im mindesten um das, was er ihm anvertraute, weil der Ewige mit ihm war. Was er auch immer that, ließ der Ewige gelingen.
וַיְהִ֗י אַחַר֙ הַדְּבָרִ֣ים הָאֵ֔לֶּה חָ֥טְא֛וּ מַשְׁקֵ֥ה מֶֽלֶךְ־מִצְרַ֖יִם וְהָאֹפֶ֑ה לַאֲדֹנֵיהֶ֖ם לְמֶ֥לֶךְ מִצְרָֽיִם׃
Nach diesen Begebenheiten verging sich der Mundschenk des Königs von Ägypten und der Bäcker gegen ihren Herrn, den König von Ägypten.
וַיִּקְצֹ֣ף פַּרְעֹ֔ה עַ֖ל שְׁנֵ֣י סָרִיסָ֑יו עַ֚ל שַׂ֣ר הַמַּשְׁקִ֔ים וְעַ֖ל שַׂ֥ר הָאוֹפִֽים׃
Da zürnte Pharao über seine beiden Hofbedienten, den Obermundschenk und den Oberbäcker.
וַיִּתֵּ֨ן אֹתָ֜ם בְּמִשְׁמַ֗ר בֵּ֛ית שַׂ֥ר הַטַּבָּחִ֖ים אֶל־בֵּ֣ית הַסֹּ֑הַר מְק֕וֹם אֲשֶׁ֥ר יוֹסֵ֖ף אָס֥וּר שָֽׁם׃
Und er ließ sie in Verhaft bringen, in das Haus des Obersten der Leibwache, in das Gefängnis, an den Ort, wo Joseph gefangen saß.
וַ֠יִּפְקֹ֠ד שַׂ֣ר הַטַּבָּחִ֧ים אֶת־יוֹסֵ֛ף אִתָּ֖ם וַיְשָׁ֣רֶת אֹתָ֑ם וַיִּהְי֥וּ יָמִ֖ים בְּמִשְׁמָֽר׃
Und der Oberste der Leibwache bestimmte Joseph für sie, dass er sie bediene; und so waren sie einige Zeit in Haft.
וַיַּֽחַלְמוּ֩ חֲל֨וֹם שְׁנֵיהֶ֜ם אִ֤ישׁ חֲלֹמוֹ֙ בְּלַ֣יְלָה אֶחָ֔ד אִ֖ישׁ כְּפִתְר֣וֹן חֲלֹמ֑וֹ הַמַּשְׁקֶ֣ה וְהָאֹפֶ֗ה אֲשֶׁר֙ לְמֶ֣לֶךְ מִצְרַ֔יִם אֲשֶׁ֥ר אֲסוּרִ֖ים בְּבֵ֥ית הַסֹּֽהַר׃
Da hatten sie beide, der Mundschenk und der Bäcker des Königs von Ägypten, die im Gefängnis eingesperrt waren, einen Traum, beide in einer Nacht, und eines jeden Traum hatte seine Bedeutung.
וַיָּבֹ֧א אֲלֵיהֶ֛ם יוֹסֵ֖ף בַּבֹּ֑קֶר וַיַּ֣רְא אֹתָ֔ם וְהִנָּ֖ם זֹעֲפִֽים׃
Am Morgen kam Joseph zu ihnen und sah, dass sie verstört waren.
וַיִּשְׁאַ֞ל אֶת־סְרִיסֵ֣י פַרְעֹ֗ה אֲשֶׁ֨ר אִתּ֧וֹ בְמִשְׁמַ֛ר בֵּ֥ית אֲדֹנָ֖יו לֵאמֹ֑ר מַדּ֛וּעַ פְּנֵיכֶ֥ם רָעִ֖ים הַיּֽוֹם׃
Da fragte er die Hofbedienten Pharaos, die mit ihm in Haft im Hause seines Herrn waren: Warum seht ihr heute so missmutig aus?
וַיֹּאמְר֣וּ אֵלָ֔יו חֲל֣וֹם חָלַ֔מְנוּ וּפֹתֵ֖ר אֵ֣ין אֹת֑וֹ וַיֹּ֨אמֶר אֲלֵהֶ֜ם יוֹסֵ֗ף הֲל֤וֹא לֵֽאלֹהִים֙ פִּתְרֹנִ֔ים סַפְּרוּ־נָ֖א לִֽי׃
Und sie antworteten ihm: Wir haben einen Traum gehabt, und hier ist niemand, der ihn deuten könnte. Da sprach Joseph zu ihnen: Sind doch Gottes die Deutungen! Erzählt ihn mir nur.
וַיְסַפֵּ֧ר שַֽׂר־הַמַּשְׁקִ֛ים אֶת־חֲלֹמ֖וֹ לְיוֹסֵ֑ף וַיֹּ֣אמֶר ל֔וֹ בַּחֲלוֹמִ֕י וְהִנֵּה־גֶ֖פֶן לְפָנָֽי׃
Da erzählte der Obermundschenk Joseph seinen Traum und sprach zu ihm: In meinem Traume, da stand ein Weinstock vor mir.
וּבַגֶּ֖פֶן שְׁלֹשָׁ֣ה שָׂרִיגִ֑ם וְהִ֤וא כְפֹרַ֙חַת֙ עָלְתָ֣ה נִצָּ֔הּ הִבְשִׁ֥ילוּ אַשְׁכְּלֹתֶ֖יהָ עֲנָבִֽים׃
Und an dem Weinstock waren drei Ranken; und wie er grünte, kam die Blüte hervor, und seine Büschel reiften zu Trauben.
וְכ֥וֹס פַּרְעֹ֖ה בְּיָדִ֑י וָאֶקַּ֣ח אֶת־הָֽעֲנָבִ֗ים וָֽאֶשְׂחַ֤ט אֹתָם֙ אֶל־כּ֣וֹס פַּרְעֹ֔ה וָאֶתֵּ֥ן אֶת־הַכּ֖וֹס עַל־כַּ֥ף פַּרְעֹֽה׃
Und der Becher Pharaos war in meiner Hand; ich nahm die Trauben, drückte sie aus in Pharaos Becher und gab den Becher Pharao in die Hand.
וַיֹּ֤אמֶר לוֹ֙ יוֹסֵ֔ף זֶ֖ה פִּתְרֹנ֑וֹ שְׁלֹ֙שֶׁת֙ הַשָּׂ֣רִגִ֔ים שְׁלֹ֥שֶׁת יָמִ֖ים הֵֽם׃
Da sprach Joseph zu ihm: Das ist die Deutung: Die drei Ranken, das sind drei Tage.
בְּע֣וֹד ׀ שְׁלֹ֣שֶׁת יָמִ֗ים יִשָּׂ֤א פַרְעֹה֙ אֶת־רֹאשֶׁ֔ךָ וַהֲשִֽׁיבְךָ֖ עַל־כַּנֶּ֑ךָ וְנָתַתָּ֤ כוֹס־פַּרְעֹה֙ בְּיָד֔וֹ כַּמִּשְׁפָּט֙ הָֽרִאשׁ֔וֹן אֲשֶׁ֥ר הָיִ֖יתָ מַשְׁקֵֽהוּ׃
Binnen drei Tagen wird Pharao dein Haupt erheben und dich in dein Amt wieder einsetzen; und du wirst Pharao den Becher in die Hand geben, ganz so, wie früher, da du sein Mundschenk warst.
כִּ֧י אִם־זְכַרְתַּ֣נִי אִתְּךָ֗ כַּאֲשֶׁר֙ יִ֣יטַב לָ֔ךְ וְעָשִֽׂיתָ־נָּ֥א עִמָּדִ֖י חָ֑סֶד וְהִזְכַּרְתַּ֙נִי֙ אֶל־פַּרְעֹ֔ה וְהוֹצֵאתַ֖נִי מִן־הַבַּ֥יִת הַזֶּֽה׃
Möchtest du mich nur im Gedächtnis behalten, wenn es dir wohlgehen wird. Tue mir dann doch die Liebe und erwähne meiner vor Pharao und befreie mich aus diesem Hause!
כִּֽי־גֻנֹּ֣ב גֻּנַּ֔בְתִּי מֵאֶ֖רֶץ הָעִבְרִ֑ים וְגַם־פֹּה֙ לֹא־עָשִׂ֣יתִֽי מְא֔וּמָה כִּֽי־שָׂמ֥וּ אֹתִ֖י בַּבּֽוֹר׃
Denn gestohlen bin ich worden aus dem Lande der Hebräer, und auch hier habe ich nicht das Geringste begangen, und doch hat man mich in den Kerker geworfen.
וַיַּ֥רְא שַׂר־הָאֹפִ֖ים כִּ֣י ט֣וֹב פָּתָ֑ר וַיֹּ֙אמֶר֙ אֶל־יוֹסֵ֔ף אַף־אֲנִי֙ בַּחֲלוֹמִ֔י וְהִנֵּ֗ה שְׁלֹשָׁ֛ה סַלֵּ֥י חֹרִ֖י עַל־רֹאשִֽׁי׃
Als nun der Oberbäcker sah, dass er gut gedeutet hatte, sprach er zu Joseph: In meinem Traume, da trug ich drei Körbe mit Backwerk auf dem Haupte.
וּבַסַּ֣ל הָֽעֶלְי֗וֹן מִכֹּ֛ל מַאֲכַ֥ל פַּרְעֹ֖ה מַעֲשֵׂ֣ה אֹפֶ֑ה וְהָע֗וֹף אֹכֵ֥ל אֹתָ֛ם מִן־הַסַּ֖ל מֵעַ֥ל רֹאשִֽׁי׃
Im obersten Korbe war allerlei Speise für Pharao, Backwerk, und die Vögel fraßen es aus dem Korbe auf meinem Haupte.
וַיַּ֤עַן יוֹסֵף֙ וַיֹּ֔אמֶר זֶ֖ה פִּתְרֹנ֑וֹ שְׁלֹ֙שֶׁת֙ הַסַּלִּ֔ים שְׁלֹ֥שֶׁת יָמִ֖ים הֵֽם׃
Da antwortete Joseph und sprach: Das ist die Deutung: Die drei Körbe, das sind drei Tage.
בְּע֣וֹד ׀ שְׁלֹ֣שֶׁת יָמִ֗ים יִשָּׂ֨א פַרְעֹ֤ה אֶת־רֹֽאשְׁךָ֙ מֵֽעָלֶ֔יךָ וְתָלָ֥ה אוֹתְךָ֖ עַל־עֵ֑ץ וְאָכַ֥ל הָע֛וֹף אֶת־בְּשָׂרְךָ֖ מֵעָלֶֽיךָ׃
Binnen drei Tagen wird Pharao dein Haupt von dir herabnehmen und dich an den Galgen hängen, dass die Vögel dein Fleisch von dir abfressen.
וַיְהִ֣י ׀ בַּיּ֣וֹם הַשְּׁלִישִׁ֗י י֚וֹם הֻלֶּ֣דֶת אֶת־פַּרְעֹ֔ה וַיַּ֥עַשׂ מִשְׁתֶּ֖ה לְכׇל־עֲבָדָ֑יו וַיִּשָּׂ֞א אֶת־רֹ֣אשׁ ׀ שַׂ֣ר הַמַּשְׁקִ֗ים וְאֶת־רֹ֛אשׁ שַׂ֥ר הָאֹפִ֖ים בְּת֥וֹךְ עֲבָדָֽיו׃
Am dritten Tage darauf war der Geburtstag Pharaos. Da bereitete er für alle seine Diener ein Mahl und erhob das Haupt des Obermundschenks und des Oberbäckers unter seinen Dienern.
וַיָּ֛שֶׁב אֶת־שַׂ֥ר הַמַּשְׁקִ֖ים עַל־מַשְׁקֵ֑הוּ וַיִּתֵּ֥ן הַכּ֖וֹס עַל־כַּ֥ף פַּרְעֹֽה׃
Den Obermundschenk setzte er wieder in sein Schenkamt ein, und er gab wieder dem Pharao den Becher in die Hand.
וְאֵ֛ת שַׂ֥ר הָאֹפִ֖ים תָּלָ֑ה כַּאֲשֶׁ֥ר פָּתַ֛ר לָהֶ֖ם יוֹסֵֽף׃
Den Oberbäcker aber ließ er hängen, wie Joseph ihnen gedeutet hatte.
וְלֹֽא־זָכַ֧ר שַֽׂר־הַמַּשְׁקִ֛ים אֶת־יוֹסֵ֖ף וַיִּשְׁכָּחֵֽהוּ׃ {פ}
Aber der Obermundschenk dachte nicht an Joseph, und so vergaß er ihn völlig.