Miketz מקץ
Genesis 41:1-44:17
וַיְהִ֕י מִקֵּ֖ץ שְׁנָתַ֣יִם יָמִ֑ים וּפַרְעֹ֣ה חֹלֵ֔ם וְהִנֵּ֖ה עֹמֵ֥ד עַל־הַיְאֹֽר׃
Nach Verlauf zweier Jahre hatte Pharao einen Traum: Er stand am Nil,
וְהִנֵּ֣ה מִן־הַיְאֹ֗ר עֹלֹת֙ שֶׁ֣בַע פָּר֔וֹת יְפ֥וֹת מַרְאֶ֖ה וּבְרִיאֹ֣ת בָּשָׂ֑ר וַתִּרְעֶ֖ינָה בָּאָֽחוּ׃
Und aus dem Nil stiegen sieben Kühe heraus, von schönem Aussehen und mit feisten Leibern, und sie weideten im Riedgras.
וְהִנֵּ֞ה שֶׁ֧בַע פָּר֣וֹת אֲחֵר֗וֹת עֹל֤וֹת אַחֲרֵיהֶן֙ מִן־הַיְאֹ֔ר רָע֥וֹת מַרְאֶ֖ה וְדַקּ֣וֹת בָּשָׂ֑ר וַֽתַּעֲמֹ֛דְנָה אֵ֥צֶל הַפָּר֖וֹת עַל־שְׂפַ֥ת הַיְאֹֽר׃
Und nach ihnen stiegen sieben andere Kühe aus dem Nil heraus, von hässlichem Aussehen und mit mageren Leibern, und stellten sich neben jene Kühe an das Ufer des Nils.
וַתֹּאכַ֣לְנָה הַפָּר֗וֹת רָע֤וֹת הַמַּרְאֶה֙ וְדַקֹּ֣ת הַבָּשָׂ֔ר אֵ֚ת שֶׁ֣בַע הַפָּר֔וֹת יְפֹ֥ת הַמַּרְאֶ֖ה וְהַבְּרִיאֹ֑ת וַיִּיקַ֖ץ פַּרְעֹֽה׃
Und die hässlichen und mageren Kühe fraßen die sieben schönen und feisten Kühe. Da wachte Pharao auf.
וַיִּישָׁ֕ן וַֽיַּחֲלֹ֖ם שֵׁנִ֑ית וְהִנֵּ֣ה ׀ שֶׁ֣בַע שִׁבֳּלִ֗ים עֹל֛וֹת בְּקָנֶ֥ה אֶחָ֖ד בְּרִיא֥וֹת וְטֹבֽוֹת׃
Und er schlief wieder ein und hatte einen zweiten Traum: Es stiegen sieben Ähren an einem Halme empor, dick und schön.
וְהִנֵּה֙ שֶׁ֣בַע שִׁבֳּלִ֔ים דַּקּ֖וֹת וּשְׁדוּפֹ֣ת קָדִ֑ים צֹמְח֖וֹת אַחֲרֵיהֶֽן׃
Und sieben dünne, vom Ostwind versengte Ähren wuchsen nach ihnen empor.
וַתִּבְלַ֙עְנָה֙ הַשִּׁבֳּלִ֣ים הַדַּקּ֔וֹת אֵ֚ת שֶׁ֣בַע הַֽשִּׁבֳּלִ֔ים הַבְּרִיא֖וֹת וְהַמְּלֵא֑וֹת וַיִּיקַ֥ץ פַּרְעֹ֖ה וְהִנֵּ֥ה חֲלֽוֹם׃
Und die dünnen Ähren verschlangen die sieben dicken und vollen Ähren. Da wachte Pharao auf, und siehe, es war ein Traum.
וַיְהִ֤י בַבֹּ֙קֶר֙ וַתִּפָּ֣עֶם רוּח֔וֹ וַיִּשְׁלַ֗ח וַיִּקְרָ֛א אֶת־כׇּל־חַרְטֻמֵּ֥י מִצְרַ֖יִם וְאֶת־כׇּל־חֲכָמֶ֑יהָ וַיְסַפֵּ֨ר פַּרְעֹ֤ה לָהֶם֙ אֶת־חֲלֹמ֔וֹ וְאֵין־פּוֹתֵ֥ר אוֹתָ֖ם לְפַרְעֹֽה׃
Und am Morgen, da schlug ihm das Herz, er schickte hin und ließ alle Schriftkundigen und alle Weisen Ägyptens rufen und erzählte ihnen, was er geträumt hatte; aber keiner wusste es dem Pharao zu deuten.
וַיְדַבֵּר֙ שַׂ֣ר הַמַּשְׁקִ֔ים אֶת־פַּרְעֹ֖ה לֵאמֹ֑ר אֶת־חֲטָאַ֕י אֲנִ֖י מַזְכִּ֥יר הַיּֽוֹם׃
Da redete der Obermundschenk zu Pharao und sprach: Meine Schuld muss ich heute in Erinnerung bringen.
פַּרְעֹ֖ה קָצַ֣ף עַל־עֲבָדָ֑יו וַיִּתֵּ֨ן אֹתִ֜י בְּמִשְׁמַ֗ר בֵּ֚ית שַׂ֣ר הַטַּבָּחִ֔ים אֹתִ֕י וְאֵ֖ת שַׂ֥ר הָאֹפִֽים׃
Pharao zürnte einst über seine Diener und ließ mich in Verhaft bringen, in das Haus des Obersten der Leibwache, mich und den Oberbäcker.
וַנַּֽחַלְמָ֥ה חֲל֛וֹם בְּלַ֥יְלָה אֶחָ֖ד אֲנִ֣י וָה֑וּא אִ֛ישׁ כְּפִתְר֥וֹן חֲלֹמ֖וֹ חָלָֽמְנוּ׃
Da hatten wir, ich und er, in einer Nacht einen Traum, und eines jeden Traum hatte seine Bedeutung.
וְשָׁ֨ם אִתָּ֜נוּ נַ֣עַר עִבְרִ֗י עֶ֚בֶד לְשַׂ֣ר הַטַּבָּחִ֔ים וַ֨נְּסַפֶּר־ל֔וֹ וַיִּפְתׇּר־לָ֖נוּ אֶת־חֲלֹמֹתֵ֑ינוּ אִ֥ישׁ כַּחֲלֹמ֖וֹ פָּתָֽר׃
Und dort, bei uns, war ein junger Hebräer, ein Sklave des Obersten der Leibwache; dem erzählten wir unsere Träume, und er deutete sie uns, einem jeden seinem Traume entsprechend.
וַיְהִ֛י כַּאֲשֶׁ֥ר פָּֽתַר־לָ֖נוּ כֵּ֣ן הָיָ֑ה אֹתִ֛י הֵשִׁ֥יב עַל־כַּנִּ֖י וְאֹת֥וֹ תָלָֽה׃
Und wie er sie uns gedeutet hatte, so geschah es; mich setzte man wieder in mein Amt ein, und ihn hängte man auf.
וַיִּשְׁלַ֤ח פַּרְעֹה֙ וַיִּקְרָ֣א אֶת־יוֹסֵ֔ף וַיְרִיצֻ֖הוּ מִן־הַבּ֑וֹר וַיְגַלַּח֙ וַיְחַלֵּ֣ף שִׂמְלֹתָ֔יו וַיָּבֹ֖א אֶל־פַּרְעֹֽה׃
Da schickte Pharao hin und ließ Joseph rufen; man holte ihn eilends aus dem Gefängnis, und er ließ sich scheren, wechselte seine Kleider und kam vor Pharao.
וַיֹּ֤אמֶר פַּרְעֹה֙ אֶל־יוֹסֵ֔ף חֲל֣וֹם חָלַ֔מְתִּי וּפֹתֵ֖ר אֵ֣ין אֹת֑וֹ וַאֲנִ֗י שָׁמַ֤עְתִּי עָלֶ֙יךָ֙ לֵאמֹ֔ר תִּשְׁמַ֥ע חֲל֖וֹם לִפְתֹּ֥ר אֹתֽוֹ׃
Da sprach Pharao zu Joseph: Ich habe einen Traum gehabt, und niemand kann ihn deuten; nun habe ich aber von dir gehört, du brauchst einen Traum nur zu hören, dann kannst du ihn deuten.
וַיַּ֨עַן יוֹסֵ֧ף אֶת־פַּרְעֹ֛ה לֵאמֹ֖ר בִּלְעָדָ֑י אֱלֹהִ֕ים יַעֲנֶ֖ה אֶת־שְׁל֥וֹם פַּרְעֹֽה׃
Da antwortete Joseph dem Pharao: Das steht nicht bei mir; Gott wird Pharao offenbaren, was ihm frommt.
וַיְדַבֵּ֥ר פַּרְעֹ֖ה אֶל־יוֹסֵ֑ף בַּחֲלֹמִ֕י הִנְנִ֥י עֹמֵ֖ד עַל־שְׂפַ֥ת הַיְאֹֽר׃
Da sprach Pharao zu Joseph: In meinem Traume, da stand ich am Ufer des Nils.
וְהִנֵּ֣ה מִן־הַיְאֹ֗ר עֹלֹת֙ שֶׁ֣בַע פָּר֔וֹת בְּרִיא֥וֹת בָּשָׂ֖ר וִיפֹ֣ת תֹּ֑אַר וַתִּרְעֶ֖ינָה בָּאָֽחוּ׃
Und aus dem Nil stiegen sieben Kühe heraus, mit feisten Leibern und von schöner Gestalt, und sie weideten im Riedgras.
וְהִנֵּ֞ה שֶֽׁבַע־פָּר֤וֹת אֲחֵרוֹת֙ עֹל֣וֹת אַחֲרֵיהֶ֔ן דַּלּ֨וֹת וְרָע֥וֹת תֹּ֛אַר מְאֹ֖ד וְרַקּ֣וֹת בָּשָׂ֑ר לֹֽא־רָאִ֧יתִי כָהֵ֛נָּה בְּכׇל־אֶ֥רֶץ מִצְרַ֖יִם לָרֹֽעַ׃
Und nach ihnen stiegen sieben andere Kühe heraus, elend und von sehr hässlicher Gestalt und mit mageren Leibern; ich habe so hässliche im ganzen Lande Ägypten noch nicht gesehen.
וַתֹּאכַ֙לְנָה֙ הַפָּר֔וֹת הָרַקּ֖וֹת וְהָרָע֑וֹת אֵ֣ת שֶׁ֧בַע הַפָּר֛וֹת הָרִאשֹׁנ֖וֹת הַבְּרִיאֹֽת׃
Und die mageren und hässlichen Kühe fraßen die sieben ersten, die feisten Kühe.
וַתָּבֹ֣אנָה אֶל־קִרְבֶּ֗נָה וְלֹ֤א נוֹדַע֙ כִּי־בָ֣אוּ אֶל־קִרְבֶּ֔נָה וּמַרְאֵיהֶ֣ן רַ֔ע כַּאֲשֶׁ֖ר בַּתְּחִלָּ֑ה וָאִיקָֽץ׃
Und als sie in ihren Leib gekommen, war es nicht zu merken, dass sie in ihren Leib gekommen waren, und ihr Aussehen blieb hässlich wie zuvor. Da wachte ich auf.
וָאֵ֖רֶא בַּחֲלֹמִ֑י וְהִנֵּ֣ה ׀ שֶׁ֣בַע שִׁבֳּלִ֗ים עֹלֹ֛ת בְּקָנֶ֥ה אֶחָ֖ד מְלֵאֹ֥ת וְטֹבֽוֹת׃
Und ich sah ferner in meinem Traume sieben volle und schöne Ähren an einem Halme emporsteigen.
וְהִנֵּה֙ שֶׁ֣בַע שִׁבֳּלִ֔ים צְנֻמ֥וֹת דַּקּ֖וֹת שְׁדֻפ֣וֹת קָדִ֑ים צֹמְח֖וֹת אַחֲרֵיהֶֽם׃
Und sieben verdorrte, dünne und vom Ostwind versengte Ähren wuchsen nach ihnen empor.
וַתִּבְלַ֙עְןָ֙ הַשִּׁבֳּלִ֣ים הַדַּקֹּ֔ת אֵ֛ת שֶׁ֥בַע הַֽשִּׁבֳּלִ֖ים הַטֹּב֑וֹת וָֽאֹמַר֙ אֶל־הַֽחַרְטֻמִּ֔ים וְאֵ֥ין מַגִּ֖יד לִֽי׃
Da verschlangen die dünnen Ähren die sieben schönen Ähren. Und ich erzählte es den Schriftkundigen, aber niemand kann mir Bescheid geben.
וַיֹּ֤אמֶר יוֹסֵף֙ אֶל־פַּרְעֹ֔ה חֲל֥וֹם פַּרְעֹ֖ה אֶחָ֣ד ה֑וּא אֵ֣ת אֲשֶׁ֧ר הָאֱלֹהִ֛ים עֹשֶׂ֖ה הִגִּ֥יד לְפַרְעֹֽה׃
Da sprach Joseph zu Pharao: Pharaos Traum ist nur einer. Was Gott tun will, das hat er Pharao verkündet.
שֶׁ֧בַע פָּרֹ֣ת הַטֹּבֹ֗ת שֶׁ֤בַע שָׁנִים֙ הֵ֔נָּה וְשֶׁ֤בַע הַֽשִּׁבֳּלִים֙ הַטֹּבֹ֔ת שֶׁ֥בַע שָׁנִ֖ים הֵ֑נָּה חֲל֖וֹם אֶחָ֥ד הֽוּא׃
Die sieben schönen Kühe, das sind sieben Jahre, und auch die sieben schönen Ähren sind sieben Jahre; es ist nur ein Traum.
וְשֶׁ֣בַע הַ֠פָּר֠וֹת הָֽרַקּ֨וֹת וְהָרָעֹ֜ת הָעֹלֹ֣ת אַחֲרֵיהֶ֗ן שֶׁ֤בַע שָׁנִים֙ הֵ֔נָּה וְשֶׁ֤בַע הַֽשִּׁבֳּלִים֙ הָרֵק֔וֹת שְׁדֻפ֖וֹת הַקָּדִ֑ים יִהְי֕וּ שֶׁ֖בַע שְׁנֵ֥י רָעָֽב׃
Auch die sieben mageren und hässlichen Kühe, die nach ihnen herausstiegen, sind sieben Jahre, und ebenso die sieben leeren und vom Ostwind versengten Ähren. Es werden sieben Jahre der Hungersnot sein.
ה֣וּא הַדָּבָ֔ר אֲשֶׁ֥ר דִּבַּ֖רְתִּי אֶל־פַּרְעֹ֑ה אֲשֶׁ֧ר הָאֱלֹהִ֛ים עֹשֶׂ֖ה הֶרְאָ֥ה אֶת־פַּרְעֹֽה׃
Das ist es, was ich Pharao gesagt; was Gott tun will, hat er Pharao gezeigt.
הִנֵּ֛ה שֶׁ֥בַע שָׁנִ֖ים בָּא֑וֹת שָׂבָ֥ע גָּד֖וֹל בְּכׇל־אֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃
Siehe, es werden sieben Jahre kommen; da wird großer Überfluss im ganzen Lande Ägypten herrschen.
וְ֠קָ֠מוּ שֶׁ֜בַע שְׁנֵ֤י רָעָב֙ אַחֲרֵיהֶ֔ן וְנִשְׁכַּ֥ח כׇּל־הַשָּׂבָ֖ע בְּאֶ֣רֶץ מִצְרָ֑יִם וְכִלָּ֥ה הָרָעָ֖ב אֶת־הָאָֽרֶץ׃
Und nach ihnen werden sieben Jahre der Hungersnot eintreten, dass man ganz an den Überfluss im Lande Ägypten vergessen wird; denn die Hungersnot wird das Land aufreiben.
וְלֹֽא־יִוָּדַ֤ע הַשָּׂבָע֙ בָּאָ֔רֶץ מִפְּנֵ֛י הָרָעָ֥ב הַה֖וּא אַחֲרֵי־כֵ֑ן כִּֽי־כָבֵ֥ד ה֖וּא מְאֹֽד׃
Und man wird im Lande nichts von dem Überfluss merken infolge der Hungersnot, die kommen wird; denn sie wird sehr drückend sein.
וְעַ֨ל הִשָּׁנ֧וֹת הַחֲל֛וֹם אֶל־פַּרְעֹ֖ה פַּעֲמָ֑יִם כִּֽי־נָכ֤וֹן הַדָּבָר֙ מֵעִ֣ם הָאֱלֹהִ֔ים וּמְמַהֵ֥ר הָאֱלֹהִ֖ים לַעֲשֹׂתֽוֹ׃
Dass aber Pharao zweimal dasselbe träumte, das bedeutet, dass die Sache von Gott fest beschlossen ist, und Gott sie eilends ausführen wird.
וְעַתָּה֙ יֵרֶ֣א פַרְעֹ֔ה אִ֖ישׁ נָב֣וֹן וְחָכָ֑ם וִישִׁיתֵ֖הוּ עַל־אֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃
So ersehe sich denn Pharao einen klugen und weisen Mann und setze ihn über das Land Ägypten.
יַעֲשֶׂ֣ה פַרְעֹ֔ה וְיַפְקֵ֥ד פְּקִדִ֖ים עַל־הָאָ֑רֶץ וְחִמֵּשׁ֙ אֶת־אֶ֣רֶץ מִצְרַ֔יִם בְּשֶׁ֖בַע שְׁנֵ֥י הַשָּׂבָֽע׃
Und Pharao sorge dafür, Beamte über das Land zu setzen, und lasse in den sieben Jahren des Überflusses den Fünften im Lande Ägypten erheben.
וְיִקְבְּצ֗וּ אֶת־כׇּל־אֹ֙כֶל֙ הַשָּׁנִ֣ים הַטֹּב֔וֹת הַבָּאֹ֖ת הָאֵ֑לֶּה וְיִצְבְּרוּ־בָ֞ר תַּ֧חַת יַד־פַּרְעֹ֛ה אֹ֥כֶל בֶּעָרִ֖ים וְשָׁמָֽרוּ׃
Und sie sollen die gesamten Vorräte in den nun kommenden guten Jahren sammeln und das Getreide unter der Obhut Pharaos als Speisevorrat in den Städten aufspeichern und aufbewahren.
וְהָיָ֨ה הָאֹ֤כֶל לְפִקָּדוֹן֙ לָאָ֔רֶץ לְשֶׁ֙בַע֙ שְׁנֵ֣י הָרָעָ֔ב אֲשֶׁ֥ר תִּהְיֶ֖יןָ בְּאֶ֣רֶץ מִצְרָ֑יִם וְלֹֽא־תִכָּרֵ֥ת הָאָ֖רֶץ בָּרָעָֽב׃
Diese Vorräte sollen dann für das Land aufbewahrt werden, für die sieben Jahre der Hungersnot, die im Lande Ägypten sein werden, damit das Land nicht durch die Hungersnot zu Grunde gehe.
וַיִּיטַ֥ב הַדָּבָ֖ר בְּעֵינֵ֣י פַרְעֹ֑ה וּבְעֵינֵ֖י כׇּל־עֲבָדָֽיו׃
Und es gefiel die Rede dem Pharao und allen seinen Dienern.
וַיֹּ֥אמֶר פַּרְעֹ֖ה אֶל־עֲבָדָ֑יו הֲנִמְצָ֣א כָזֶ֔ה אִ֕ישׁ אֲשֶׁ֛ר ר֥וּחַ אֱלֹהִ֖ים בּֽוֹ׃
Und Pharao sprach zu seinen Dienern: Werden wir je einen finden, wie diesen, solch einen Mann, in dem der Geist Gottes ist?
וַיֹּ֤אמֶר פַּרְעֹה֙ אֶל־יוֹסֵ֔ף אַחֲרֵ֨י הוֹדִ֧יעַ אֱלֹהִ֛ים אוֹתְךָ֖ אֶת־כׇּל־זֹ֑את אֵין־נָב֥וֹן וְחָכָ֖ם כָּמֽוֹךָ׃
Und Pharao sprach zu Joseph: Da dir Gott dies alles kundgetan, keiner also so klug und weise ist wie du,
אַתָּה֙ תִּהְיֶ֣ה עַל־בֵּיתִ֔י וְעַל־פִּ֖יךָ יִשַּׁ֣ק כׇּל־עַמִּ֑י רַ֥ק הַכִּסֵּ֖א אֶגְדַּ֥ל מִמֶּֽךָּ׃
So sollst du über mein Haus gesetzt sein, und deinem Befehle soll mein ganzes Volk sich fügen; nur durch den Thron will ich größer sein als du.
וַיֹּ֥אמֶר פַּרְעֹ֖ה אֶל־יוֹסֵ֑ף רְאֵה֙ נָתַ֣תִּי אֹֽתְךָ֔ עַ֖ל כׇּל־אֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃
Und mit den Worten: Siehe, ich setze dich über das ganze Land Ägypten!
וַיָּ֨סַר פַּרְעֹ֤ה אֶת־טַבַּעְתּוֹ֙ מֵעַ֣ל יָד֔וֹ וַיִּתֵּ֥ן אֹתָ֖הּ עַל־יַ֣ד יוֹסֵ֑ף וַיַּלְבֵּ֤שׁ אֹתוֹ֙ בִּגְדֵי־שֵׁ֔שׁ וַיָּ֛שֶׂם רְבִ֥ד הַזָּהָ֖ב עַל־צַוָּארֽוֹ׃
Zog Pharao seinen Ring von seiner Hand und steckte ihn Joseph an die Hand; dann kleidete er ihn in Gewänder von Byssus und legte ihm die goldene Kette um den Hals.
וַיַּרְכֵּ֣ב אֹת֗וֹ בְּמִרְכֶּ֤בֶת הַמִּשְׁנֶה֙ אֲשֶׁר־ל֔וֹ וַיִּקְרְא֥וּ לְפָנָ֖יו אַבְרֵ֑ךְ וְנָת֣וֹן אֹת֔וֹ עַ֖ל כׇּל־אֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃
Und er ließ ihn in dem zweithöchsten seiner Staatswagen fahren, und man rief vor ihm aus: Auf die Kniee! So setzte er ihn über das ganze Land Ägypten.
וַיֹּ֧אמֶר פַּרְעֹ֛ה אֶל־יוֹסֵ֖ף אֲנִ֣י פַרְעֹ֑ה וּבִלְעָדֶ֗יךָ לֹֽא־יָרִ֨ים אִ֧ישׁ אֶת־יָד֛וֹ וְאֶת־רַגְל֖וֹ בְּכׇל־אֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃
Und Pharao sprach zu Joseph: Ich bin Pharao; doch ohne dich soll niemand im ganzen Lande Ägypten seine Hand oder seinen Fuß erheben.
וַיִּקְרָ֨א פַרְעֹ֣ה שֵׁם־יוֹסֵף֮ צָֽפְנַ֣ת פַּעְנֵ֒חַ֒ וַיִּתֶּן־ל֣וֹ אֶת־אָֽסְנַ֗ת בַּת־פּ֥וֹטִי פֶ֛רַע כֹּהֵ֥ן אֹ֖ן לְאִשָּׁ֑ה וַיֵּצֵ֥א יוֹסֵ֖ף עַל־אֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃
Und Pharao nannte Joseph Zaphenath-Paneach und gab ihm Aßenath, die Tochter Poti- Pheras, des Priesters zu On, zur Frau. Und Joseph zog durch das Land Ägypten.
וְיוֹסֵף֙ בֶּן־שְׁלֹשִׁ֣ים שָׁנָ֔ה בְּעׇמְד֕וֹ לִפְנֵ֖י פַּרְעֹ֣ה מֶֽלֶךְ־מִצְרָ֑יִם וַיֵּצֵ֤א יוֹסֵף֙ מִלִּפְנֵ֣י פַרְעֹ֔ה וַֽיַּעֲבֹ֖ר בְּכׇל־אֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃
Joseph war dreißig Jahre alt, als er vor Pharao, dem König von Ägypten, stand. Und Joseph ging von Pharao hinweg und durchzog das ganze Land Ägypten.
וַתַּ֣עַשׂ הָאָ֔רֶץ בְּשֶׁ֖בַע שְׁנֵ֣י הַשָּׂבָ֑ע לִקְמָצִֽים׃
Das Land trug in den sieben Jahren des Überflusses haufenweise.
וַיִּקְבֹּ֞ץ אֶת־כׇּל־אֹ֣כֶל ׀ שֶׁ֣בַע שָׁנִ֗ים אֲשֶׁ֤ר הָיוּ֙ בְּאֶ֣רֶץ מִצְרַ֔יִם וַיִּתֶּן־אֹ֖כֶל בֶּעָרִ֑ים אֹ֧כֶל שְׂדֵה־הָעִ֛יר אֲשֶׁ֥ר סְבִיבֹתֶ֖יהָ נָתַ֥ן בְּתוֹכָֽהּ׃
Und er sammelte alle Vorräte in den sieben Jahren, die im Lande Ägypten eingetreten waren, und legte die Vorräte in die Städte; in jede Stadt legte er die Vorräte von den Feldern, die rings um sie waren.
וַיִּצְבֹּ֨ר יוֹסֵ֥ף בָּ֛ר כְּח֥וֹל הַיָּ֖ם הַרְבֵּ֣ה מְאֹ֑ד עַ֛ד כִּי־חָדַ֥ל לִסְפֹּ֖ר כִּי־אֵ֥ין מִסְפָּֽר׃
Und Joseph speicherte Getreide auf, wie Sand am Meere, eine ungeheure Menge, so dass man zu zählen aufhörte; denn es war nicht zu zählen.
וּלְיוֹסֵ֤ף יֻלַּד֙ שְׁנֵ֣י בָנִ֔ים בְּטֶ֥רֶם תָּב֖וֹא שְׁנַ֣ת הָרָעָ֑ב אֲשֶׁ֤ר יָֽלְדָה־לּוֹ֙ אָֽסְנַ֔ת בַּת־פּ֥וֹטִי פֶ֖רַע כֹּהֵ֥ן אֽוֹן׃
Und Joseph wurden, bevor noch das Jahr der Hungersnot kam, zwei Söhne geboren, die ihm Aßenath, die Tochter des Poti-Phera, des Priesters zu On, gebar.
וַיִּקְרָ֥א יוֹסֵ֛ף אֶת־שֵׁ֥ם הַבְּכ֖וֹר מְנַשֶּׁ֑ה כִּֽי־נַשַּׁ֤נִי אֱלֹהִים֙ אֶת־כׇּל־עֲמָלִ֔י וְאֵ֖ת כׇּל־בֵּ֥ית אָבִֽי׃
Joseph nannte den Erstgeborenen Manasse (Menascheh); denn: »Gott hat mich all mein Unglück und das ganze Haus meines Vaters vergessen lassen.«
וְאֵ֛ת שֵׁ֥ם הַשֵּׁנִ֖י קָרָ֣א אֶפְרָ֑יִם כִּֽי־הִפְרַ֥נִי אֱלֹהִ֖ים בְּאֶ֥רֶץ עׇנְיִֽי׃
Den zweiten nannte er Ephrajim, denn: »Gott hat mich in dem Lande meines Elends fruchtbar gemacht.«
וַתִּכְלֶ֕ינָה שֶׁ֖בַע שְׁנֵ֣י הַשָּׂבָ֑ע אֲשֶׁ֥ר הָיָ֖ה בְּאֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃
Die sieben Jahre des Überflusses im Lande Ägypten gingen zu Ende.
וַתְּחִלֶּ֜ינָה שֶׁ֣בַע שְׁנֵ֤י הָרָעָב֙ לָב֔וֹא כַּאֲשֶׁ֖ר אָמַ֣ר יוֹסֵ֑ף וַיְהִ֤י רָעָב֙ בְּכׇל־הָ֣אֲרָצ֔וֹת וּבְכׇל־אֶ֥רֶץ מִצְרַ֖יִם הָ֥יָה לָֽחֶם׃
Und es begannen die sieben Jahre der Hungersnot, wie Joseph vorher gesagt hatte; und es war in allen Ländern Hungersnot, im ganzen Lande Ägypten aber war Brot.
וַתִּרְעַב֙ כׇּל־אֶ֣רֶץ מִצְרַ֔יִם וַיִּצְעַ֥ק הָעָ֛ם אֶל־פַּרְעֹ֖ה לַלָּ֑חֶם וַיֹּ֨אמֶר פַּרְעֹ֤ה לְכׇל־מִצְרַ֙יִם֙ לְכ֣וּ אֶל־יוֹסֵ֔ף אֲשֶׁר־יֹאמַ֥ר לָכֶ֖ם תַּעֲשֽׂוּ׃
Als nun das ganze Land Ägypten hungerte, da schrie das Volk zu Pharao nach Brot. Da sprach Pharao zu ganz Ägypten: Gehet zu Joseph; was er euch sagen wird, das tut!
וְהָרָעָ֣ב הָיָ֔ה עַ֖ל כׇּל־פְּנֵ֣י הָאָ֑רֶץ וַיִּפְתַּ֨ח יוֹסֵ֜ף אֶֽת־כׇּל־אֲשֶׁ֤ר בָּהֶם֙ וַיִּשְׁבֹּ֣ר לְמִצְרַ֔יִם וַיֶּחֱזַ֥ק הָֽרָעָ֖ב בְּאֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃
Die Hungersnot aber war auf der ganzen Erde. Und Joseph öffnete alle Vorratshäuser und verkaufte den Agyptern Getreide; denn stark war die Hungersnot im Lande Ägypten.
וְכׇל־הָאָ֙רֶץ֙ בָּ֣אוּ מִצְרַ֔יְמָה לִשְׁבֹּ֖ר אֶל־יוֹסֵ֑ף כִּֽי־חָזַ֥ק הָרָעָ֖ב בְּכׇל־הָאָֽרֶץ׃
Und von überall her kam man nach Ägypten, um bei Joseph Getreide zu kaufen; denn überall war die Hungersnot stark.
וַיַּ֣רְא יַעֲקֹ֔ב כִּ֥י יֶשׁ־שֶׁ֖בֶר בְּמִצְרָ֑יִם וַיֹּ֤אמֶר יַעֲקֹב֙ לְבָנָ֔יו לָ֖מָּה תִּתְרָאֽוּ׃
Als Jakob sah, dass in Ägypten Getreide feil war, sprach er zu seinen Söhnen. Was seht ihr einander an?
וַיֹּ֕אמֶר הִנֵּ֣ה שָׁמַ֔עְתִּי כִּ֥י יֶשׁ־שֶׁ֖בֶר בְּמִצְרָ֑יִם רְדוּ־שָׁ֙מָּה֙ וְשִׁבְרוּ־לָ֣נוּ מִשָּׁ֔ם וְנִחְיֶ֖ה וְלֹ֥א נָמֽוּת׃
Und er sprach: Seht, ich habe gehört, dass in Ägypten Getreide feil ist; so zieht denn hinab und kauft uns dort Getreide, damit wir am Leben bleiben und nicht sterben.
וַיֵּרְד֥וּ אֲחֵֽי־יוֹסֵ֖ף עֲשָׂרָ֑ה לִשְׁבֹּ֥ר בָּ֖ר מִמִּצְרָֽיִם׃
Da zogen zehn von den Brüdern Josephs hinab, um in Ägypten Getreide einzukaufen.
וְאֶת־בִּנְיָמִין֙ אֲחִ֣י יוֹסֵ֔ף לֹא־שָׁלַ֥ח יַעֲקֹ֖ב אֶת־אֶחָ֑יו כִּ֣י אָמַ֔ר פֶּן־יִקְרָאֶ֖נּוּ אָסֽוֹן׃
Benjami aber, Josephs Bruder, ließ Jakob nicht mit seinen Brüdern gehen, denn er dachte, es könnte ihn ein Unglück treffen.
וַיָּבֹ֙אוּ֙ בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל לִשְׁבֹּ֖ר בְּת֣וֹךְ הַבָּאִ֑ים כִּֽי־הָיָ֥ה הָרָעָ֖ב בְּאֶ֥רֶץ כְּנָֽעַן׃
So kamen unter denen, die hinströmten, auch die Söhne Israels, um Getreide einzukaufen; denn im Lande Kanaan war Hungersnot.
וְיוֹסֵ֗ף ה֚וּא הַשַּׁלִּ֣יט עַל־הָאָ֔רֶץ ה֥וּא הַמַּשְׁבִּ֖יר לְכׇל־עַ֣ם הָאָ֑רֶץ וַיָּבֹ֙אוּ֙ אֲחֵ֣י יוֹסֵ֔ף וַיִּשְׁתַּֽחֲווּ־ל֥וֹ אַפַּ֖יִם אָֽרְצָה׃
Joseph aber war Herr im Lande, er verkaufte allen Leuten Getreide. Und die Brüder Josephs kamen hin und warfen sich vor ihm mit dem Angesicht zur Erde nieder.
וַיַּ֥רְא יוֹסֵ֛ף אֶת־אֶחָ֖יו וַיַּכִּרֵ֑ם וַיִּתְנַכֵּ֨ר אֲלֵיהֶ֜ם וַיְדַבֵּ֧ר אִתָּ֣ם קָשׁ֗וֹת וַיֹּ֤אמֶר אֲלֵהֶם֙ מֵאַ֣יִן בָּאתֶ֔ם וַיֹּ֣אמְר֔וּ מֵאֶ֥רֶץ כְּנַ֖עַן לִשְׁבׇּר־אֹֽכֶל׃
Als nun Joseph seine Brüder sah, erkannte er sie; er stellte sich aber fremd gegen sie, und redete mit ihnen hart. Er fragte sie: Wo kommt ihr her? Da antworteten sie: Aus dem Lande Kanaan, um Lebensmittel einzukaufen.
וַיַּכֵּ֥ר יוֹסֵ֖ף אֶת־אֶחָ֑יו וְהֵ֖ם לֹ֥א הִכִּרֻֽהוּ׃
Joseph also erkannte seine Brüder, sie aber erkannten ihn nicht.
וַיִּזְכֹּ֣ר יוֹסֵ֔ף אֵ֚ת הַחֲלֹמ֔וֹת אֲשֶׁ֥ר חָלַ֖ם לָהֶ֑ם וַיֹּ֤אמֶר אֲלֵהֶם֙ מְרַגְּלִ֣ים אַתֶּ֔ם לִרְא֛וֹת אֶת־עֶרְוַ֥ת הָאָ֖רֶץ בָּאתֶֽם׃
Da erinnerte sich Joseph der Träume, die er von ihnen geträumt hatte, und sprach zu ihnen: Kundschafter seid ihr; ihr seid hergekommen, um die Schwäche des Landes zu erspähen!
וַיֹּאמְר֥וּ אֵלָ֖יו לֹ֣א אֲדֹנִ֑י וַעֲבָדֶ֥יךָ בָּ֖אוּ לִשְׁבׇּר־אֹֽכֶל׃
Sie antworteten: Nicht doch, Herr! deine Diener sind hergekommen, um Lebensmittel einzukaufen.
כֻּלָּ֕נוּ בְּנֵ֥י אִישׁ־אֶחָ֖ד נָ֑חְנוּ כֵּנִ֣ים אֲנַ֔חְנוּ לֹא־הָי֥וּ עֲבָדֶ֖יךָ מְרַגְּלִֽים׃
Wir sind alle Söhne eines Mannes, wir sind ehrliche Leute, niemals sind deine Diener Kundschafter gewesen.
וַיֹּ֖אמֶר אֲלֵהֶ֑ם לֹ֕א כִּֽי־עֶרְוַ֥ת הָאָ֖רֶץ בָּאתֶ֥ם לִרְאֽוֹת׃
Er aber sprach zu ihnen. Nein, ihr seid hergekommen, um die Schwäche des Landes zu erspähen!
וַיֹּאמְר֗וּ שְׁנֵ֣ים עָשָׂר֩ עֲבָדֶ֨יךָ אַחִ֧ים ׀ אֲנַ֛חְנוּ בְּנֵ֥י אִישׁ־אֶחָ֖ד בְּאֶ֣רֶץ כְּנָ֑עַן וְהִנֵּ֨ה הַקָּטֹ֤ן אֶת־אָבִ֙ינוּ֙ הַיּ֔וֹם וְהָאֶחָ֖ד אֵינֶֽנּוּ׃
Da sprachen sie: Wir, deine Diener, sind zwölf Brüder, Söhne eines Mannes im Lande Kanaan; der Jüngste ist zur Zeit bei unserm Vater, und einer ist verschollen.
וַיֹּ֥אמֶר אֲלֵהֶ֖ם יוֹסֵ֑ף ה֗וּא אֲשֶׁ֨ר דִּבַּ֧רְתִּי אֲלֵכֶ֛ם לֵאמֹ֖ר מְרַגְּלִ֥ים אַתֶּֽם׃
Da sprach Joseph zu ihnen. Es ist so, wie ich euch gesagt habe: Kundschafter seid ihr!
בְּזֹ֖את תִּבָּחֵ֑נוּ חֵ֤י פַרְעֹה֙ אִם־תֵּצְא֣וּ מִזֶּ֔ה כִּ֧י אִם־בְּב֛וֹא אֲחִיכֶ֥ם הַקָּטֹ֖ן הֵֽנָּה׃
Dadurch sollt ihr geprüft werden: beim Leben Pharaos, ihr werdet nicht eher von hier weggehen, als bis euer jüngster Bruder hierhergekommen.
שִׁלְח֨וּ מִכֶּ֣ם אֶחָד֮ וְיִקַּ֣ח אֶת־אֲחִיכֶם֒ וְאַתֶּם֙ הֵאָ֣סְר֔וּ וְיִבָּֽחֲנוּ֙ דִּבְרֵיכֶ֔ם הַֽאֱמֶ֖ת אִתְּכֶ֑ם וְאִם־לֹ֕א חֵ֣י פַרְעֹ֔ה כִּ֥י מְרַגְּלִ֖ים אַתֶּֽם׃
Schickt einen von euch dass er euren Bruder hole, ihr aber bleibt gefangen. So sollen eure Worte geprüft werden, ob ihr die Wahrheit gesprochen; wenn aber nicht, beim Leben Pharaos, dann seid ihr Kundschafter!
וַיֶּאֱסֹ֥ף אֹתָ֛ם אֶל־מִשְׁמָ֖ר שְׁלֹ֥שֶׁת יָמִֽים׃
Und er hielt sie drei Tage lang in Verhaft.
וַיֹּ֨אמֶר אֲלֵהֶ֤ם יוֹסֵף֙ בַּיּ֣וֹם הַשְּׁלִישִׁ֔י זֹ֥את עֲשׂ֖וּ וִֽחְי֑וּ אֶת־הָאֱלֹהִ֖ים אֲנִ֥י יָרֵֽא׃
Am dritten Tage sprach Joseph zu ihnen: Folgendes tut, und ihr werdet am Leben bleiben; denn ich bin gottesfürchtig.
אִם־כֵּנִ֣ים אַתֶּ֔ם אֲחִיכֶ֣ם אֶחָ֔ד יֵאָסֵ֖ר בְּבֵ֣ית מִשְׁמַרְכֶ֑ם וְאַתֶּם֙ לְכ֣וּ הָבִ֔יאוּ שֶׁ֖בֶר רַעֲב֥וֹן בָּתֵּיכֶֽם׃
Wenn ihr ehrliche Leute seid, so bleibe einer von euch Brüdern in eurem bisherigen Gefängnisse eingesperrt, ihr aber ziehet hin und bringt das Getreide heim, das ihr für den Hunger eurer Familien gekauft.
וְאֶת־אֲחִיכֶ֤ם הַקָּטֹן֙ תָּבִ֣יאוּ אֵלַ֔י וְיֵאָמְנ֥וּ דִבְרֵיכֶ֖ם וְלֹ֣א תָמ֑וּתוּ וַיַּעֲשׂוּ־כֵֽן׃
Dann bringt euren jüngsten Bruder zu mir her, damit eure Worte sich bewahrheiten, und ihr nicht sterbet. Und sie taten also.
וַיֹּאמְר֞וּ אִ֣ישׁ אֶל־אָחִ֗יו אֲבָל֮ אֲשֵׁמִ֣ים ׀ אֲנַ֘חְנוּ֮ עַל־אָחִ֒ינוּ֒ אֲשֶׁ֨ר רָאִ֜ינוּ צָרַ֥ת נַפְשׁ֛וֹ בְּהִתְחַֽנְנ֥וֹ אֵלֵ֖ינוּ וְלֹ֣א שָׁמָ֑עְנוּ עַל־כֵּן֙ בָּ֣אָה אֵלֵ֔ינוּ הַצָּרָ֖ה הַזֹּֽאת׃
Da sprachen sie einer zum andern: Seht ihr, jetzt müssen wir es büßen, was wir an unserm Bruder getan, dass wir seine Seelenqual mit ansahen und nicht auf ihn hörten, als er uns um Gnade bat; darum ist solche Qual über uns gekommen.
וַיַּ֩עַן֩ רְאוּבֵ֨ן אֹתָ֜ם לֵאמֹ֗ר הֲלוֹא֩ אָמַ֨רְתִּי אֲלֵיכֶ֧ם ׀ לֵאמֹ֛ר אַל־תֶּחֶטְא֥וּ בַיֶּ֖לֶד וְלֹ֣א שְׁמַעְתֶּ֑ם וְגַם־דָּמ֖וֹ הִנֵּ֥ה נִדְרָֽשׁ׃
Da entgegnete ihnen Ruben: Habe ich es auch nicht gleich gesagt; versündiget euch nicht an dem Kinde!? ihr aber wolltet nicht hören. Seht, darum wird sein Blut jetzt gefordert.
וְהֵם֙ לֹ֣א יָֽדְע֔וּ כִּ֥י שֹׁמֵ֖עַ יוֹסֵ֑ף כִּ֥י הַמֵּלִ֖יץ בֵּינֹתָֽם׃
Sie wussten aber nicht, dass Joseph sie verstand; denn er redete mit ihnen durch einen Dolmetscher.
וַיִּסֹּ֥ב מֵֽעֲלֵיהֶ֖ם וַיֵּ֑בְךְּ וַיָּ֤שׇׁב אֲלֵהֶם֙ וַיְדַבֵּ֣ר אֲלֵהֶ֔ם וַיִּקַּ֤ח מֵֽאִתָּם֙ אֶת־שִׁמְע֔וֹן וַיֶּאֱסֹ֥ר אֹת֖וֹ לְעֵינֵיהֶֽם׃
Und er wandte sich von ihnen ab und weinte, dann ging er wieder zu ihnen und redete mit ihnen; darauf nahm er den Simon aus ihrer Mitte und ließ ihn vor ihren Augen binden.
וַיְצַ֣ו יוֹסֵ֗ף וַיְמַלְא֣וּ אֶת־כְּלֵיהֶם֮ בָּר֒ וּלְהָשִׁ֤יב כַּסְפֵּיהֶם֙ אִ֣ישׁ אֶל־שַׂקּ֔וֹ וְלָתֵ֥ת לָהֶ֛ם צֵדָ֖ה לַדָּ֑רֶךְ וַיַּ֥עַשׂ לָהֶ֖ם כֵּֽן׃
Dann befahl Joseph, dass man ihre Behälter mit Getreide fülle und ihr Geld wieder hineinlege, jedem in seinen Sack, und ihnen auch Zehrung für die Reise mitgebe. Und man that ihnen also.
וַיִּשְׂא֥וּ אֶת־שִׁבְרָ֖ם עַל־חֲמֹרֵיהֶ֑ם וַיֵּלְכ֖וּ מִשָּֽׁם׃
Sie luden das gekaufte Getreide auf ihre Esel und zogen von dannen.
וַיִּפְתַּ֨ח הָאֶחָ֜ד אֶת־שַׂקּ֗וֹ לָתֵ֥ת מִסְפּ֛וֹא לַחֲמֹר֖וֹ בַּמָּל֑וֹן וַיַּרְא֙ אֶת־כַּסְפּ֔וֹ וְהִנֵּה־ה֖וּא בְּפִ֥י אַמְתַּחְתּֽוֹ׃
In der Herberge aber öffnete einer seinen Sack, um seinem Esel Futter zu geben; da sah er sein Geld obenauf in seinem Getreidesack liegen.
וַיֹּ֤אמֶר אֶל־אֶחָיו֙ הוּשַׁ֣ב כַּסְפִּ֔י וְגַ֖ם הִנֵּ֣ה בְאַמְתַּחְתִּ֑י וַיֵּצֵ֣א לִבָּ֗ם וַיֶּֽחֶרְד֞וּ אִ֤ישׁ אֶל־אָחִיו֙ לֵאמֹ֔ר מַה־זֹּ֛את עָשָׂ֥ה אֱלֹהִ֖ים לָֽנוּ׃
Da sprach er zu seinen Brüdern: Man hat mir mein Geld wiedergegeben! — da liegt es in meinem Getreidesack! Da stand ihnen das Herz still, und zitternd sprachen sie einer zum andern: Was hat uns Gott da angetan?
וַיָּבֹ֛אוּ אֶל־יַעֲקֹ֥ב אֲבִיהֶ֖ם אַ֣רְצָה כְּנָ֑עַן וַיַּגִּ֣ידוּ ל֔וֹ אֵ֛ת כׇּל־הַקֹּרֹ֥ת אֹתָ֖ם לֵאמֹֽר׃
Und sie kamen zu ihrem Vater Jakob in das Land Kanaan und berichteten ihm alles, was ihnen begegnet war, und sprachen:
דִּ֠בֶּ֠ר הָאִ֨ישׁ אֲדֹנֵ֥י הָאָ֛רֶץ אִתָּ֖נוּ קָשׁ֑וֹת וַיִּתֵּ֣ן אֹתָ֔נוּ כִּֽמְרַגְּלִ֖ים אֶת־הָאָֽרֶץ׃
Ein Mann, es war der Herr des Landes, der hat hart mit uns geredet und behauptete, wir wollten das Land auskundschaften.
וַנֹּ֥אמֶר אֵלָ֖יו כֵּנִ֣ים אֲנָ֑חְנוּ לֹ֥א הָיִ֖ינוּ מְרַגְּלִֽים׃
Wir entgegneten ihm: Wir sind ehrliche Leute, niemals sind wir Kundschafter gewesen.
שְׁנֵים־עָשָׂ֥ר אֲנַ֛חְנוּ אַחִ֖ים בְּנֵ֣י אָבִ֑ינוּ הָאֶחָ֣ד אֵינֶ֔נּוּ וְהַקָּטֹ֥ן הַיּ֛וֹם אֶת־אָבִ֖ינוּ בְּאֶ֥רֶץ כְּנָֽעַן׃
Wir sind zwölf Brüder, Söhne eines Vaters; einer ist verschollen, und der Jüngste ist zur Zeit bei unserm Vater im Lande Kanaan.
וַיֹּ֣אמֶר אֵלֵ֗ינוּ הָאִישׁ֙ אֲדֹנֵ֣י הָאָ֔רֶץ בְּזֹ֣את אֵדַ֔ע כִּ֥י כֵנִ֖ים אַתֶּ֑ם אֲחִיכֶ֤ם הָֽאֶחָד֙ הַנִּ֣יחוּ אִתִּ֔י וְאֶת־רַעֲב֥וֹן בָּתֵּיכֶ֖ם קְח֥וּ וָלֵֽכוּ׃
Da sprach zu uns jener Mann, der Herr des Landes: Daran will ich erkennen, ob ihr ehrliche Leute seid; einen von euch Brüdern lasset bei mir, und was ihr für den Hunger eurer Familien braucht, das nehmet mit und ziehet hin.
וְ֠הָבִ֠יאוּ אֶת־אֲחִיכֶ֣ם הַקָּטֹן֮ אֵלַי֒ וְאֵֽדְעָ֗ה כִּ֣י לֹ֤א מְרַגְּלִים֙ אַתֶּ֔ם כִּ֥י כֵנִ֖ים אַתֶּ֑ם אֶת־אֲחִיכֶם֙ אֶתֵּ֣ן לָכֶ֔ם וְאֶת־הָאָ֖רֶץ תִּסְחָֽרוּ׃
Dann bringt euren jüngsten Bruder zu mir her; daran will ich erkennen, dass ihr keine Kundschafter, dass ihr ehrliche Leute seid. Ich gebe euch dann euren Bruder frei, und ihr könnt im Lande umherziehen.
וַיְהִ֗י הֵ֚ם מְרִיקִ֣ים שַׂקֵּיהֶ֔ם וְהִנֵּה־אִ֥ישׁ צְרוֹר־כַּסְפּ֖וֹ בְּשַׂקּ֑וֹ וַיִּרְא֞וּ אֶת־צְרֹר֧וֹת כַּסְפֵּיהֶ֛ם הֵ֥מָּה וַאֲבִיהֶ֖ם וַיִּירָֽאוּ׃
Als sie nun ihre Säcke ausleerten, da fand jeder seinen Geldbeutel in seinem Sacke. Und wie sie mit ihrem Vater die Geldbeutel sahen, da gerieten sie in Furcht.
וַיֹּ֤אמֶר אֲלֵהֶם֙ יַעֲקֹ֣ב אֲבִיהֶ֔ם אֹתִ֖י שִׁכַּלְתֶּ֑ם יוֹסֵ֤ף אֵינֶ֙נּוּ֙ וְשִׁמְע֣וֹן אֵינֶ֔נּוּ וְאֶת־בִּנְיָמִ֣ן תִּקָּ֔חוּ עָלַ֖י הָי֥וּ כֻלָּֽנָה׃
Und ihr Vater Jakob sprach zu ihnen: Ihr raubt mir meine Kinder! Joseph ist hin, und Simon ist hin, nun wollt ihr auch Benjamin nehmen! Mich trifft dies alles!
וַיֹּ֤אמֶר רְאוּבֵן֙ אֶל־אָבִ֣יו לֵאמֹ֔ר אֶת־שְׁנֵ֤י בָנַי֙ תָּמִ֔ית אִם־לֹ֥א אֲבִיאֶ֖נּוּ אֵלֶ֑יךָ תְּנָ֤ה אֹתוֹ֙ עַל־יָדִ֔י וַאֲנִ֖י אֲשִׁיבֶ֥נּוּ אֵלֶֽיךָ׃
Da antwortete Ruben seinem Vater: Meine beiden Söhne sollst du töten, wenn ich ihn dir nicht wiederbringe; vertraue ihn mir an, ich werde ihn dir wieder zurückbringen.
וַיֹּ֕אמֶר לֹֽא־יֵרֵ֥ד בְּנִ֖י עִמָּכֶ֑ם כִּֽי־אָחִ֨יו מֵ֜ת וְה֧וּא לְבַדּ֣וֹ נִשְׁאָ֗ר וּקְרָאָ֤הוּ אָסוֹן֙ בַּדֶּ֙רֶךְ֙ אֲשֶׁ֣ר תֵּֽלְכוּ־בָ֔הּ וְהוֹרַדְתֶּ֧ם אֶת־שֵׂיבָתִ֛י בְּיָג֖וֹן שְׁאֽוֹלָה׃
Er aber sprach: Mein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen! sein Bruder ist tot, und er allein ist übrig; wenn ihn ein Unglück träfe auf dem Wege, den ihr ziehet, so würdet ihr mein graues Haupt mit Kummer in die Gruft fahren lassen!
וְהָרָעָ֖ב כָּבֵ֥ד בָּאָֽרֶץ׃
Die Hungersnot blieb aber drückend im Lande.
וַיְהִ֗י כַּאֲשֶׁ֤ר כִּלּוּ֙ לֶאֱכֹ֣ל אֶת־הַשֶּׁ֔בֶר אֲשֶׁ֥ר הֵבִ֖יאוּ מִמִּצְרָ֑יִם וַיֹּ֤אמֶר אֲלֵיהֶם֙ אֲבִיהֶ֔ם שֻׁ֖בוּ שִׁבְרוּ־לָ֥נוּ מְעַט־אֹֽכֶל׃
Und als sie nun das eingekaufte Getreide, das sie von Ägypten mitgebracht, aufgezehrt hatten, sprach ihr Vater zu ihnen: Geht wieder hin, kauft uns etwas Lebensmittel ein!
וַיֹּ֧אמֶר אֵלָ֛יו יְהוּדָ֖ה לֵאמֹ֑ר הָעֵ֣ד הֵעִד֩ בָּ֨נוּ הָאִ֤ישׁ לֵאמֹר֙ לֹֽא־תִרְא֣וּ פָנַ֔י בִּלְתִּ֖י אֲחִיכֶ֥ם אִתְּכֶֽם׃
Da antwortete ihm Juda. Der Mann hat uns wiederholt gewarnt, er hat gesagt: Ihr dürft mir nicht vor die Augen kommen, wenn euer Bruder nicht bei euch ist.
אִם־יֶשְׁךָ֛ מְשַׁלֵּ֥חַ אֶת־אָחִ֖ינוּ אִתָּ֑נוּ נֵרְדָ֕ה וְנִשְׁבְּרָ֥ה לְךָ֖ אֹֽכֶל׃
Lässt du unsern Bruder mit uns gehen, so ziehen wir hinab und kaufen dir Lebensmittel ein.
וְאִם־אֵינְךָ֥ מְשַׁלֵּ֖חַ לֹ֣א נֵרֵ֑ד כִּֽי־הָאִ֞ישׁ אָמַ֤ר אֵלֵ֙ינוּ֙ לֹֽא־תִרְא֣וּ פָנַ֔י בִּלְתִּ֖י אֲחִיכֶ֥ם אִתְּכֶֽם׃
Lässt du ihn aber nicht mitgehen, so ziehen wir nicht hinab; denn der Mann hat uns gesagt: Ihr sollt mir nicht vor die Augen kommen, wenn euer Bruder nicht bei euch ist.
וַיֹּ֙אמֶר֙ יִשְׂרָאֵ֔ל לָמָ֥ה הֲרֵעֹתֶ֖ם לִ֑י לְהַגִּ֣יד לָאִ֔ישׁ הַע֥וֹד לָכֶ֖ם אָֽח׃
Da sprach Israel: Warum habt ihr mir das zu Leide getan und dem Manne gesagt, dass ihr noch einen Bruder habt?!
וַיֹּאמְר֡וּ שָׁא֣וֹל שָֽׁאַל־הָ֠אִ֠ישׁ לָ֣נוּ וּלְמֽוֹלַדְתֵּ֜נוּ לֵאמֹ֗ר הַע֨וֹד אֲבִיכֶ֥ם חַי֙ הֲיֵ֣שׁ לָכֶ֣ם אָ֔ח וַנַּ֨גֶּד־ל֔וֹ עַל־פִּ֖י הַדְּבָרִ֣ים הָאֵ֑לֶּה הֲיָד֣וֹעַ נֵדַ֔ע כִּ֣י יֹאמַ֔ר הוֹרִ֖ידוּ אֶת־אֲחִיכֶֽם׃
Sie antworteten: Der Mann hat uns ja ausgefragt, über uns selbst und über unsre Verwandten; er fragte: Lebt euer Vater noch? habt ihr noch einen Bruder? und wir gaben auf diese Fragen die richtige Antwort. Konnten wir denn wissen, dass er sagen würde: Bringt euren Bruder mit?
וַיֹּ֨אמֶר יְהוּדָ֜ה אֶל־יִשְׂרָאֵ֣ל אָבִ֗יו שִׁלְחָ֥ה הַנַּ֛עַר אִתִּ֖י וְנָק֣וּמָה וְנֵלֵ֑כָה וְנִֽחְיֶה֙ וְלֹ֣א נָמ֔וּת גַּם־אֲנַ֥חְנוּ גַם־אַתָּ֖ה גַּם־טַפֵּֽנוּ׃
Und Juda sprach zu seinem Vater Israel: Lass den Knaben mit mir gehen; dann wollen wir uns aufmachen und ziehen, damit wir am Leben bleiben und nicht sterben, wir und du und unsere Kinder!
אָֽנֹכִי֙ אֶֽעֶרְבֶ֔נּוּ מִיָּדִ֖י תְּבַקְשֶׁ֑נּוּ אִם־לֹ֨א הֲבִיאֹתִ֤יו אֵלֶ֙יךָ֙ וְהִצַּגְתִּ֣יו לְפָנֶ֔יךָ וְחָטָ֥אתִֽי לְךָ֖ כׇּל־הַיָּמִֽים׃
Ich bürge für ihn, von mir magst du ihn fordern! Wenn ich ihn dir nicht wiederbringe und vor dich hinstelle, so will ich mein Leben lang vor dir als Sünder dastehen.
כִּ֖י לוּלֵ֣א הִתְמַהְמָ֑הְנוּ כִּֽי־עַתָּ֥ה שַׁ֖בְנוּ זֶ֥ה פַעֲמָֽיִם׃
Hätten wir nicht so lange gesäumt, wir wären schon zweimal wieder zurück.
וַיֹּ֨אמֶר אֲלֵהֶ֜ם יִשְׂרָאֵ֣ל אֲבִיהֶ֗ם אִם־כֵּ֣ן ׀ אֵפוֹא֮ זֹ֣את עֲשׂוּ֒ קְח֞וּ מִזִּמְרַ֤ת הָאָ֙רֶץ֙ בִּכְלֵיכֶ֔ם וְהוֹרִ֥ידוּ לָאִ֖ישׁ מִנְחָ֑ה מְעַ֤ט צֳרִי֙ וּמְעַ֣ט דְּבַ֔שׁ נְכֹ֣את וָלֹ֔ט בׇּטְנִ֖ים וּשְׁקֵדִֽים׃
Da sprach Israel, ihr Vater, zu ihnen: Wenn es denn sein muss, so tut dies: Nehmet von den Erzeugnissen des Landes in euren Behältern mit und bringet dem Manne ein Geschenk; etwas Balsam, etwas Honig, Gewürze und Lotus, Pistazien und Mandeln.
וְכֶ֥סֶף מִשְׁנֶ֖ה קְח֣וּ בְיֶדְכֶ֑ם וְאֶת־הַכֶּ֜סֶף הַמּוּשָׁ֨ב בְּפִ֤י אַמְתְּחֹֽתֵיכֶם֙ תָּשִׁ֣יבוּ בְיֶדְכֶ֔ם אוּלַ֥י מִשְׁגֶּ֖ה הֽוּא׃
Nehmet auch den doppelten Betrag mit; das Geld, das man oben in eure Getreidesäcke zurückgelegt, sollt ihr wieder mitnehmen, vielleicht war es ein Versehen.
וְאֶת־אֲחִיכֶ֖ם קָ֑חוּ וְק֖וּמוּ שׁ֥וּבוּ אֶל־הָאִֽישׁ׃
Und nehmt euren Bruder mit und macht euch auf und kehrt zu dem Manne zurück.
וְאֵ֣ל שַׁדַּ֗י יִתֵּ֨ן לָכֶ֤ם רַחֲמִים֙ לִפְנֵ֣י הָאִ֔ישׁ וְשִׁלַּ֥ח לָכֶ֛ם אֶת־אֲחִיכֶ֥ם אַחֵ֖ר וְאֶת־בִּנְיָמִ֑ין וַאֲנִ֕י כַּאֲשֶׁ֥ר שָׁכֹ֖לְתִּי שָׁכָֽלְתִּי׃
Und Gott, der Allmächtige, lasse euch bei dem Manne Erbarmen finden, dass er euch euren andern Bruder und den Benjamin wieder mitgebe. Und ich — soll ich einmal meine Kinder verlieren, so mag es sein!
וַיִּקְח֤וּ הָֽאֲנָשִׁים֙ אֶת־הַמִּנְחָ֣ה הַזֹּ֔את וּמִשְׁנֶה־כֶּ֛סֶף לָקְח֥וּ בְיָדָ֖ם וְאֶת־בִּנְיָמִ֑ן וַיָּקֻ֙מוּ֙ וַיֵּרְד֣וּ מִצְרַ֔יִם וַיַּֽעַמְד֖וּ לִפְנֵ֥י יוֹסֵֽף׃
Da nahmen die Männer diese Geschenke, und den doppelten Betrag nahmen sie mit sich und den Benjamin; und sie machten sich auf, zogen nach Ägypten hinab und traten vor Joseph.
וַיַּ֨רְא יוֹסֵ֣ף אִתָּם֮ אֶת־בִּנְיָמִין֒ וַיֹּ֙אמֶר֙ לַֽאֲשֶׁ֣ר עַל־בֵּית֔וֹ הָבֵ֥א אֶת־הָאֲנָשִׁ֖ים הַבָּ֑יְתָה וּטְבֹ֤חַ טֶ֙בַח֙ וְהָכֵ֔ן כִּ֥י אִתִּ֛י יֹאכְל֥וּ הָאֲנָשִׁ֖ים בַּֽצׇּהֳרָֽיִם׃
Als Joseph Benjamm bei ihnen sah, sprach er zu seinem Hausverwalter: Führe die Männer in das Haus, lass schlachten und zurichten; denn die Männer werden mit mir zu Mittag speisen.
וַיַּ֣עַשׂ הָאִ֔ישׁ כַּֽאֲשֶׁ֖ר אָמַ֣ר יוֹסֵ֑ף וַיָּבֵ֥א הָאִ֛ישׁ אֶת־הָאֲנָשִׁ֖ים בֵּ֥יתָה יוֹסֵֽף׃
Der Mann that, wie Joseph gesagt hatte, und führte die Männer in das Haus Josephs.
וַיִּֽירְא֣וּ הָֽאֲנָשִׁ֗ים כִּ֣י הֽוּבְאוּ֮ בֵּ֣ית יוֹסֵף֒ וַיֹּאמְר֗וּ עַל־דְּבַ֤ר הַכֶּ֙סֶף֙ הַשָּׁ֤ב בְּאַמְתְּחֹתֵ֙ינוּ֙ בַּתְּחִלָּ֔ה אֲנַ֖חְנוּ מֽוּבָאִ֑ים לְהִתְגֹּלֵ֤ל עָלֵ֙ינוּ֙ וּלְהִתְנַפֵּ֣ל עָלֵ֔ינוּ וְלָקַ֧חַת אֹתָ֛נוּ לַעֲבָדִ֖ים וְאֶת־חֲמֹרֵֽינוּ׃
Da fürchteten sich die Männer, als sie in das Haus Josephs geführt wurden, sie dachten: Wegen des Geldes, das voriges Mal wieder in unsere Getreidesäcke gekommen ist, werden wir hierher geführt; sie wollen sich auf uns werfen und über uns herfallen, uns zu Sklaven machen und unsre Esel wegnehmen!
וַֽיִּגְּשׁוּ֙ אֶל־הָאִ֔ישׁ אֲשֶׁ֖ר עַל־בֵּ֣ית יוֹסֵ֑ף וַיְדַבְּר֥וּ אֵלָ֖יו פֶּ֥תַח הַבָּֽיִת׃
So traten sie denn zu dem Hausverwalter Josephs und redeten mit ihm an dem Eingange des Hauses.
וַיֹּאמְר֖וּ בִּ֣י אֲדֹנִ֑י יָרֹ֥ד יָרַ֛דְנוּ בַּתְּחִלָּ֖ה לִשְׁבׇּר־אֹֽכֶל׃
Und sie sprachen. Ach Herr, wir sind voriges Mal hierhergekommen, um Lebensmittel einzukaufen.
וַיְהִ֞י כִּי־בָ֣אנוּ אֶל־הַמָּל֗וֹן וַֽנִּפְתְּחָה֙ אֶת־אַמְתְּחֹתֵ֔ינוּ וְהִנֵּ֤ה כֶֽסֶף־אִישׁ֙ בְּפִ֣י אַמְתַּחְתּ֔וֹ כַּסְפֵּ֖נוּ בְּמִשְׁקָל֑וֹ וַנָּ֥שֶׁב אֹת֖וֹ בְּיָדֵֽנוּ׃
Als wir aber in die Herberge kamen und unsre Getreidesäcke öffneten, da lag eines jeden Geld oben auf im Getreidesacke, unser Geld nach dem vollen Gewicht. Wir bringen es hier wieder mit.
וְכֶ֧סֶף אַחֵ֛ר הוֹרַ֥דְנוּ בְיָדֵ֖נוּ לִשְׁבׇּר־אֹ֑כֶל לֹ֣א יָדַ֔עְנוּ מִי־שָׂ֥ם כַּסְפֵּ֖נוּ בְּאַמְתְּחֹתֵֽינוּ׃
Und wir haben auch anderes Geld mitgebracht, um Lebensmittel einzukaufen. Wir wissen nicht, wer unser Geld in unsere Getreidesäcke gelegt hat.
וַיֹּ֩אמֶר֩ שָׁל֨וֹם לָכֶ֜ם אַל־תִּירָ֗אוּ אֱלֹ֨הֵיכֶ֜ם וֵֽאלֹהֵ֤י אֲבִיכֶם֙ נָתַ֨ן לָכֶ֤ם מַטְמוֹן֙ בְּאַמְתְּחֹ֣תֵיכֶ֔ם כַּסְפְּכֶ֖ם בָּ֣א אֵלָ֑י וַיּוֹצֵ֥א אֲלֵהֶ֖ם אֶת־שִׁמְעֽוֹן׃
Er antwortete: Seid guten Mutes, fürchtet euch nicht! euer Gott und der Gott eures Vaters hat euch einen Schatz in eure Getreidesäcke gegeben; euer Geld ist mir zugekommen. Und er führte ihnen den Simon zu.
וַיָּבֵ֥א הָאִ֛ישׁ אֶת־הָאֲנָשִׁ֖ים בֵּ֣יתָה יוֹסֵ֑ף וַיִּתֶּן־מַ֙יִם֙ וַיִּרְחֲצ֣וּ רַגְלֵיהֶ֔ם וַיִּתֵּ֥ן מִסְפּ֖וֹא לַחֲמֹֽרֵיהֶֽם׃
Und der Mann führte die Leute in Josephs Haus, reichte ihnen Wasser, sie wuschen sich die Füße und gaben ihren Eseln Futter.
וַיָּכִ֙ינוּ֙ אֶת־הַמִּנְחָ֔ה עַד־בּ֥וֹא יוֹסֵ֖ף בַּֽצׇּהֳרָ֑יִם כִּ֣י שָֽׁמְע֔וּ כִּי־שָׁ֖ם יֹ֥אכְלוּ לָֽחֶם׃
Dann legten sie die Geschenke zurecht, bevor Joseph zu Mittag nach Hause kam; denn sie hatten gehört, dass sie dort speisen sollten.
וַיָּבֹ֤א יוֹסֵף֙ הַבַּ֔יְתָה וַיָּבִ֥יאּוּ ל֛וֹ אֶת־הַמִּנְחָ֥ה אֲשֶׁר־בְּיָדָ֖ם הַבָּ֑יְתָה וַיִּשְׁתַּחֲווּ־ל֖וֹ אָֽרְצָה׃
Als nun Joseph nach Hause kam, brachten sie ihm das Geschenk, das sie bei sich hatten, hinein und warfen sich vor ihm zur Erde nieder.
וַיִּשְׁאַ֤ל לָהֶם֙ לְשָׁל֔וֹם וַיֹּ֗אמֶר הֲשָׁל֛וֹם אֲבִיכֶ֥ם הַזָּקֵ֖ן אֲשֶׁ֣ר אֲמַרְתֶּ֑ם הַעוֹדֶ֖נּוּ חָֽי׃
Er erkundigte sich nach ihrem Wohlbefinden und fragte: Befindet sich euer Vater wohl, der alte Mann, von dem ihr gesprochen habt? Ist er denn noch am Leben?
וַיֹּאמְר֗וּ שָׁל֛וֹם לְעַבְדְּךָ֥ לְאָבִ֖ינוּ עוֹדֶ֣נּוּ חָ֑י וַֽיִּקְּד֖וּ (וישתחו) [וַיִּֽשְׁתַּחֲוֽוּ]׃
Sie antworteten: Dein Diener, unser Vater, befindet sich wohl, er ist noch am Leben. Und sie neigten sich und warfen sich nieder.
וַיִּשָּׂ֣א עֵינָ֗יו וַיַּ֞רְא אֶת־בִּנְיָמִ֣ין אָחִיו֮ בֶּן־אִמּוֹ֒ וַיֹּ֗אמֶר הֲזֶה֙ אֲחִיכֶ֣ם הַקָּטֹ֔ן אֲשֶׁ֥ר אֲמַרְתֶּ֖ם אֵלָ֑י וַיֹּאמַ֕ר אֱלֹהִ֥ים יׇחְנְךָ֖ בְּנִֽי׃
Und er erhob seine Augen und sah Benjamin, seinen Bruder, seiner Mutter Sohn; und er fragte: Ist dies euer jüngster Bruder, von dem ihr mir erzählt habt? Und er sprach: Gott sei dir hold, mein Kind!
וַיְמַהֵ֣ר יוֹסֵ֗ף כִּֽי־נִכְמְר֤וּ רַחֲמָיו֙ אֶל־אָחִ֔יו וַיְבַקֵּ֖שׁ לִבְכּ֑וֹת וַיָּבֹ֥א הַחַ֖דְרָה וַיֵּ֥בְךְּ שָֽׁמָּה׃
Und Joseph eilte hinweg; denn die Rührung übermannte ihn seinem Bruder gegenüber, und er musste weinen. Und er ging in sein Zimmer und weinte sich dort aus.
וַיִּרְחַ֥ץ פָּנָ֖יו וַיֵּצֵ֑א וַיִּ֨תְאַפַּ֔ק וַיֹּ֖אמֶר שִׂ֥ימוּ לָֽחֶם׃
Dann wusch er sich das Gesicht und kam heraus; und er nahm sich zusammen und sprach: Traget das Essen auf!
וַיָּשִׂ֥ימוּ ל֛וֹ לְבַדּ֖וֹ וְלָהֶ֣ם לְבַדָּ֑ם וְלַמִּצְרִ֞ים הָאֹכְלִ֤ים אִתּוֹ֙ לְבַדָּ֔ם כִּי֩ לֹ֨א יוּכְל֜וּן הַמִּצְרִ֗ים לֶאֱכֹ֤ל אֶת־הָֽעִבְרִים֙ לֶ֔חֶם כִּי־תוֹעֵבָ֥ה הִ֖וא לְמִצְרָֽיִם׃
Man trug für ihn besonders auf und für sie besonders und für die Ägypter, die mit ihm speisten, besonders; denn die Ägypter dürfen nicht mit den Hebräern zusammen essen, weil es die Ägypter für einen Gräuel halten.
וַיֵּשְׁב֣וּ לְפָנָ֔יו הַבְּכֹר֙ כִּבְכֹ֣רָת֔וֹ וְהַצָּעִ֖יר כִּצְעִרָת֑וֹ וַיִּתְמְה֥וּ הָאֲנָשִׁ֖ים אִ֥ישׁ אֶל־רֵעֵֽהוּ׃
Und sie saßen vor ihm, vom Erstgeborenen bis zum Jüngsten nach ihrem Alter geordnet. Da sahen sich die Männer verwundert an.
וַיִּשָּׂ֨א מַשְׂאֹ֜ת מֵאֵ֣ת פָּנָיו֮ אֲלֵהֶם֒ וַתֵּ֜רֶב מַשְׂאַ֧ת בִּנְיָמִ֛ן מִמַּשְׂאֹ֥ת כֻּלָּ֖ם חָמֵ֣שׁ יָד֑וֹת וַיִּשְׁתּ֥וּ וַֽיִּשְׁכְּר֖וּ עִמּֽוֹ׃
Und man brachte ihnen von seinem Tische Gaben, die Gaben für Benjamin aber waren fünfmal größer als die Gaben aller Übrigen. Sie zechten mit ihm und wurden trunken.
וַיְצַ֞ו אֶת־אֲשֶׁ֣ר עַל־בֵּיתוֹ֮ לֵאמֹר֒ מַלֵּ֞א אֶת־אַמְתְּחֹ֤ת הָֽאֲנָשִׁים֙ אֹ֔כֶל כַּאֲשֶׁ֥ר יוּכְל֖וּן שְׂאֵ֑ת וְשִׂ֥ים כֶּֽסֶף־אִ֖ישׁ בְּפִ֥י אַמְתַּחְתּֽוֹ׃
Darauf befahl er seinem Hausverwalter: Fülle die Getreidesäcke der Männer mit Lebensmitteln, so viel sie fortbringen können, und lege einem jeden das Geld obenauf in seinen Getreidesack.
וְאֶת־גְּבִיעִ֞י גְּבִ֣יעַ הַכֶּ֗סֶף תָּשִׂים֙ בְּפִי֙ אַמְתַּ֣חַת הַקָּטֹ֔ן וְאֵ֖ת כֶּ֣סֶף שִׁבְר֑וֹ וַיַּ֕עַשׂ כִּדְבַ֥ר יוֹסֵ֖ף אֲשֶׁ֥ר דִּבֵּֽר׃
Und meinen Becher, den silbernen Becher, lege obenauf in den Getreidesack des Jüngsten, samt dem Geld für sein Getreide. Und er tat so, wie Joseph gesprochen hatte.
הַבֹּ֖קֶר א֑וֹר וְהָאֲנָשִׁ֣ים שֻׁלְּח֔וּ הֵ֖מָּה וַחֲמֹרֵיהֶֽם׃
Beim Anbruch des Morgens ließ man die Männer mit ihren Eseln ziehen.
הֵ֠ם יָֽצְא֣וּ אֶת־הָעִיר֮ לֹ֣א הִרְחִ֒יקוּ֒ וְיוֹסֵ֤ף אָמַר֙ לַֽאֲשֶׁ֣ר עַל־בֵּית֔וֹ ק֥וּם רְדֹ֖ף אַחֲרֵ֣י הָֽאֲנָשִׁ֑ים וְהִשַּׂגְתָּם֙ וְאָמַרְתָּ֣ אֲלֵהֶ֔ם לָ֛מָּה שִׁלַּמְתֶּ֥ם רָעָ֖ה תַּ֥חַת טוֹבָֽה׃
Sie waren eben zur Stadt hinaus, hatten sich noch nicht weit entfernt, da sprach Joseph zu seinem Hausverwalter: Auf, setze den Männern nach, und wenn du sie eingeholt hast, so sprich zu ihnen: Warum habt ihr Gutes mit Bösem vergolten?
הֲל֣וֹא זֶ֗ה אֲשֶׁ֨ר יִשְׁתֶּ֤ה אֲדֹנִי֙ בּ֔וֹ וְה֕וּא נַחֵ֥שׁ יְנַחֵ֖שׁ בּ֑וֹ הֲרֵעֹתֶ֖ם אֲשֶׁ֥ר עֲשִׂיתֶֽם׃
Ist's doch gerade der, aus dem mein Herr zu trinken pflegt, und aus dem er wahrsagt. Das ist eine Schlechtigkeit, was ihr da getan habt.
וַֽיַּשִּׂגֵ֑ם וַיְדַבֵּ֣ר אֲלֵהֶ֔ם אֶת־הַדְּבָרִ֖ים הָאֵֽלֶּה׃
Als er sie nun eingeholt hatte, sprach er diese Worte zu ihnen.
וַיֹּאמְר֣וּ אֵלָ֔יו לָ֚מָּה יְדַבֵּ֣ר אֲדֹנִ֔י כַּדְּבָרִ֖ים הָאֵ֑לֶּה חָלִ֙ילָה֙ לַעֲבָדֶ֔יךָ מֵעֲשׂ֖וֹת כַּדָּבָ֥ר הַזֶּֽה׃
Sie aber antworteten: Warum spricht der Herr doch solche Worte? Fern sei es von deinen Dienern, so etwas zu tun!
הֵ֣ן כֶּ֗סֶף אֲשֶׁ֤ר מָצָ֙אנוּ֙ בְּפִ֣י אַמְתְּחֹתֵ֔ינוּ הֱשִׁיבֹ֥נוּ אֵלֶ֖יךָ מֵאֶ֣רֶץ כְּנָ֑עַן וְאֵ֗יךְ נִגְנֹב֙ מִבֵּ֣ית אֲדֹנֶ֔יךָ כֶּ֖סֶף א֥וֹ זָהָֽב׃
Siehe, das Geld, das wir oben in unsern Getreidesäcken gefunden, haben wir dir aus dem Lande Kanaan zurückgebracht. Wie sollten wir nun aus dem Hause deines Herrn Silber oder Gold stehlen?
אֲשֶׁ֨ר יִמָּצֵ֥א אִתּ֛וֹ מֵעֲבָדֶ֖יךָ וָמֵ֑ת וְגַם־אֲנַ֕חְנוּ נִֽהְיֶ֥ה לַֽאדֹנִ֖י לַעֲבָדִֽים׃
Der von deinen Dienern, bei dem er gefunden wird, soll sterben, und wir andern wollen dem Herrn Sklaven sein.
וַיֹּ֕אמֶר גַּם־עַתָּ֥ה כְדִבְרֵיכֶ֖ם כֶּן־ה֑וּא אֲשֶׁ֨ר יִמָּצֵ֤א אִתּוֹ֙ יִהְיֶה־לִּ֣י עָ֔בֶד וְאַתֶּ֖ם תִּהְי֥וּ נְקִיִּֽם׃
Er antwortete: Nun denn, wie ihr gesprochen, so geschehe es auch! — Der, bei dem er gefunden wird, soll mein Sklave sein, ihr andern aber seid frei.
וַֽיְמַהֲר֗וּ וַיּוֹרִ֛דוּ אִ֥ישׁ אֶת־אַמְתַּחְתּ֖וֹ אָ֑רְצָה וַֽיִּפְתְּח֖וּ אִ֥ישׁ אַמְתַּחְתּֽוֹ׃
Da ließ ein jeder schnell seinen Getreidesack zur Erde nieder, und jeder öffnete seinen Getreidesack.
וַיְחַפֵּ֕שׂ בַּגָּד֣וֹל הֵחֵ֔ל וּבַקָּטֹ֖ן כִּלָּ֑ה וַיִּמָּצֵא֙ הַגָּבִ֔יעַ בְּאַמְתַּ֖חַת בִּנְיָמִֽן׃
Und er suchte, beim Ältesten fing er an und beim Jüngsten hörte er auf; da fand sich der Becher im Getreidesack Benjamins.
וַֽיִּקְרְע֖וּ שִׂמְלֹתָ֑ם וַֽיַּעֲמֹס֙ אִ֣ישׁ עַל־חֲמֹר֔וֹ וַיָּשֻׁ֖בוּ הָעִֽירָה׃
Da zerrissen sie ihre Kleider, beluden wieder ihre Esel und kehrten zur Stadt zurück.
וַיָּבֹ֨א יְהוּדָ֤ה וְאֶחָיו֙ בֵּ֣יתָה יוֹסֵ֔ף וְה֖וּא עוֹדֶ֣נּוּ שָׁ֑ם וַיִּפְּל֥וּ לְפָנָ֖יו אָֽרְצָה׃
Und Juda und seine Brüder kamen in Josephs Haus, — er selbst war noch dort — und fielen vor ihm zur Erde nieder.
וַיֹּ֤אמֶר לָהֶם֙ יוֹסֵ֔ף מָֽה־הַמַּעֲשֶׂ֥ה הַזֶּ֖ה אֲשֶׁ֣ר עֲשִׂיתֶ֑ם הֲל֣וֹא יְדַעְתֶּ֔ם כִּֽי־נַחֵ֧שׁ יְנַחֵ֛שׁ אִ֖ישׁ אֲשֶׁ֥ר כָּמֹֽנִי׃
Da sprach Joseph zu ihnen: Was habt ihr da getan?! Wisst ihr denn nicht, dass ein Mann wie ich wahrsagen kann?
וַיֹּ֣אמֶר יְהוּדָ֗ה מַה־נֹּאמַר֙ לַֽאדֹנִ֔י מַה־נְּדַבֵּ֖ר וּמַה־נִּצְטַדָּ֑ק הָאֱלֹהִ֗ים מָצָא֙ אֶת־עֲוֺ֣ן עֲבָדֶ֔יךָ הִנֶּ֤נּוּ עֲבָדִים֙ לַֽאדֹנִ֔י גַּם־אֲנַ֕חְנוּ גַּ֛ם אֲשֶׁר־נִמְצָ֥א הַגָּבִ֖יעַ בְּיָדֽוֹ׃
Da erwiderte Juda. Was sollen wir dir, Herr, sagen? was sollen wir reden? wie sollen wir uns rechtfertigen? Gott hat die Schuld reiner Diener heimgesucht; wir wollen dir Sklaven sein, Herr, wir, wie auch der, bei dem der Becher gefunden worden!
וַיֹּ֕אמֶר חָלִ֣ילָה לִּ֔י מֵעֲשׂ֖וֹת זֹ֑את הָאִ֡ישׁ אֲשֶׁר֩ נִמְצָ֨א הַגָּבִ֜יעַ בְּיָד֗וֹ ה֚וּא יִהְיֶה־לִּ֣י עָ֔בֶד וְאַתֶּ֕ם עֲל֥וּ לְשָׁל֖וֹם אֶל־אֲבִיכֶֽם׃ {ס}
Er aber antwortete: Fern sei es von mir, solches zu tun! Der Mann, bei dem der Becher gefunden worden, soll mir Sklave sein, ihr andern aber zieht in Frieden zu eurem Vater.